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Stand / Druckdatum: 19.08.2017

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LEXIKON: Leipzigs Sehenswürdigkeiten von A bis Z

Ob Architektur, Museen, Parks, Veranstaltungen oder Insidertipps - im Leipzig-Lexikon haben wir viele Begriffe zusammengefasst und erweitern diese Übersicht kontinuierlich. Die Texte sind bewusst kurz gefasst. Eine Übersicht über Persönlichkeiten, die in Leipzig gewirkt haben, finden Sie zudem im Personenarchiv. Fast alle abgebildeten Fotos stehen in druckfähiger Auflösung im digitalen Fotoarchiv zum Download bereit. Weitere Eindrücke erhalten Sie anhand von Fotoalben und Videos, die wir bei Facebook oder in unserer Mediathek veröffentlicht haben. Falls Sie Kontakte zu Institutionen und Unternehmen benötigen, werden Sie im Adressenportal fündig.

Lexikon-Redaktion: Andreas Schmidt (Leiter Öffentlichkeitsarbeit/PR-Tourismus), Email: presse@ltm-leipzig.de
 
 
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Rabensteinplatz

Dresdner Straße, Ecke Täubchenweg
 
Die dreieckige Grünfläche im Leipziger Osten umgibt eine düstere Vergangenheit, da sie einst als Hinrichtungsplatz diente. Seinen Namen verdankt der Platz der damaligen Bezeichnung des Richtblockes als „Rabenstein“. Im Zuge der Aufklärung im 19. Jahrhundert fanden Hinrichtungen als öffentliches Spektakel ein Ende und der „Rabenstein“ wurde 1822 abgebrochen.
 
Seit 1845 gab es Bestrebungen den Platz als Grünfläche umzugestalten, diese wurden aber erst 21 Jahre später umgesetzt. Damit war er neben dem Floß- und dem Marienplatz eine der ersten öffentlich zugänglichen Grünanlagen außerhalb des Promenadenrings.
 
Heute sind noch Reste des sogenannten Froschbrunnens auf der Anlage zu finden. Einst war dieser mit einem blauen und goldenen Mosaik sowie einer Figur des Bildhauers Werner Stein, bestehend aus zwei Kindern und einem wasserspeiendem Frosch, bestückt. Die Figur fiel jedoch der Rüstungs-industrie des Dritten Reiches zum Opfer.
 
 
 

Rabet

Rabet/Eisenbahnstraße

Der Landschaftspark Rabet im Leipziger Osten ist in seinem heutigen Erscheinungsbild eine Schöpfung der Neuzeit. Ursprünglich befand sich auf diesem Areal eine vorgründerzeitliche Siedlung, die während des Zweiten Weltkrieges jedoch zerstört wurde.

Während der DDR-Zeit wurden die übrigen Gebäude abgetragen, um einen grünen Freizeitpark zu entwickeln. Knappe finanzielle Mittel und der stetige Verfall des umgebenden Wohnquartieres verhinderten die Schaffung einer adäquaten Parkanlage. Erst Mitte der 2000er Jahre konnte mit einer Instandsetzung bzw. Neuanlage begonnen werden. Sie steht im Kontext des Stadtumbaus Ost, ein Förderprogramm der Bundesregierung für benachteiligte Stadtquartiere.

Die weitläufige Parkanlage wird von einem brombeerfarbenen Aktivband um- geben, auf denen Wettrennen, wie Skate- oder Fahrradrennen, veranstaltet werden können. Im inneren der Anlage befinden sich verschiedene Spiel- und Sportmöglichkeiten sowie ein Jugendzentrum. Dem vielfältigen Nutzungsan- gebot untergeordnet, zeichnet sich die landschaftliche Gestaltung vorwiegend durch Wiesenbereiche mit vereinzeltem Baum-und Strauchbestand aus.

 
 
 

Ramdohrpark

Ende des 19. Jahrhunderts erwarb der Leipziger Stadtrat Franz Wagner ein Bauerngehöft, das auch das Gebiet des Ramdohrparks an der heutigen Breite Straße umfasste. Im Jahr 1901 lehnte sein Erbe Sanitätsrat Ramdohr die Parzellierung und Bebauung des Geländes trotz gewinnträchtiger Angebote ab. So blieb in der Zeit des städtischen Ausbaus inmitten der Blockstruktur die Freifläche des Parks erhalten. Dieser wurde schließlich 1958 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Mit Schmuckbepflanzungen, geschwungenen Wegen und einem Sitzplatz aus unregelmäßigen Natursteinplatten erinnert die Gestaltung des Parks auch heute noch an diese Zeit.
 
 
 
 

Rathausbrunnen

Burgplatz

Nordöstlich des Neuen Rathauses vor dem Eingang zum Ratskeller befindet sich seit 1908 der „Rathausbrunnen“. Dieser wurde von Leipziger Bürgern finanziert und vom Dresdner Bildhauer Georg Wrba entworfen.

Die Brunnenanlage besteht aus einem achteckigen Wasserbecken aus Muschelkalkstein, in dessen Mitte sich eine runde Säule befindet. An ihr ist der „Märchenkranz“ angebracht, der mit kleinen Figuren deutscher Märchen besetzt ist.

Auf der Säule steht eine Figurengruppe aus Bronze, bestehend aus einem lebensgroßen, Flöte spielenden Jüngling und zwei Jungen, die zu seinen Füßen spielen. Dadurch wird das Märchen vom Rattenfänger von Hameln zum zentralen Motiv des Brunnens, der aus diesem Grund auch „Rattenfängerbrunnen“ genannt wird.

Eine Bronzetafel auf der Rückseite sagt: "Zur Erinnerung an die Einweihung des Neuen Rathauses am 7ten Oktober 1905". Seit dem Abschluss der Komplettsanierung 1999 ist der Brunnen nach fünfjähriger Pause wieder in Betrieb.
 
 
 

Ratskeller der Stadt Leipzig

Lotterstraße 1

Zu den traditionsreichsten Lokalen Leipzigs gehört der Ratskeller, der sich im Neuen Rathaus befindet. Das Lokal eröffnete im Oktober des Jahres 1904, ein Jahr vor der eigentlichen Fertigstellung des Neuen Rathauses.

In den Jahren nach der Eröffnung wurde die Kapazität des Ratskellers durch Renovierungen auf 700 Plätze erweitert, die sich auf sieben verschiedene Räume aufteilen. Dies sind: der große Keller, das Weinrestaurant, die Alte Wache, das Kaffeekabinett "Lene Voigt", das Richard Wagner Zimmer, der RatskellerClub und der Gewandhaussaal. Durch diese Vielzahl an Veranstaltungsräumen ist es möglich ganz verschiedenen Bedürfnissen der Gäste nachzukommen.

1999 wurde der Ratskeller zum "Ratskeller der Stadt Leipzig GmbH" unter Leitung der geschäftsführenden Gesellschaftern Ingo Winkler und Jan Woithon, in diesem Zuge wurden die Räumlichkeiten renoviert und neu gestaltet. Am Eingang des Lokals befindet sich ein 3m hoher Stuhl, der als Zeichen der Gastlichkeit dort platziert wurde.

 
 
 

Reclam-Karree

Inselstraße 22

Das Reclam-Karree wurde 1905 inmitten des Grafischen Viertels errichtet. Der Verlag trug wesentlich dazu bei, dass sich Leipzig vor dem Zweiten Weltkrieg zur bedeutendsten Buchmetropole Deutschlands entwickelte. Das ehemalige Verlagsgebäude, eine imposante Dreiflügelanlage aus Sandstein wurde ganz dem Medium Buch gewidmet. Nachdem es im Zweiten Weltkrieg beschädigt wurde, zog der Verlag nach Stuttgart. Er ließ das Gebäude jedoch wieder aufbauen und bis in die sechziger Jahre wurden hier noch Reclam-Bücher produziert. Im Grafischen Viertel befinden sich weitere beeindruckende Industriepaläste von Firmen wie Brockhaus, Breitkopf & Härtel und Teubner.

Nun kann das ehemalige Verlags- und Druckereigebäude auf eine fast hundertjährige Geschichte zurückblicken. Leipzig gehörte zu jener Zeit zu den größten Verlagsstandorten Deutschlands. Keinen geringen Anteil daran hatte der damalige Hausherr, Verlagseigentümer und Namensgeber,  Anton Philipp Reclam. Mit 500 qm Veranstaltungsfläche aufgeteilt in mehrere, kombinierbare Räumlichkeiten bietet die exklusive Veranstaltungsfläche heute ein helles, edles Ambiente für kleine Messe Events, Lesungen oder Präsentationen.
 
 
 

Red Bull Arena

Am Sportforum 3

Das 45 000 Besucher fassende Fußballstadion wurde für die Fußball-WM 2006 konzipiert. Mit der Red Bull Arena verfügt Leipzig nicht nur über ein technisch hochmodernes Fußballstadion, sondern auch über ein beeindruckendes Bauwerk. Die Wirth & Wirth Architekten aus Basel schufen eine spektakuläre Dachkonstruktion mit integrierter Flutlichtanlage.

Bereits 1939 stellte der Architekt Prof. Werner March (hat auch das Berliner Olympiastadion gebaut) sein Projekt vor. Der Krieg verhinderte allerdings die Realisierung des Vorhabens. In den Jahren 1954-1956 wurde, teilweise auf der Grundlage dieser Planungen, das kombinierte Leichtathletik- und Fußballstadion errichtet. 1994 wurde das Zentralstadion als Sportstätte geschlossen. Die Grundsteinlegung für den Neubau fand im Jahr 2000, gemeinsam mit den Feierlichkeiten zum Jubiläum „100 Jahre Gründung des DFB in Leipzig“, statt. Zur offiziellen Einweihung im Jahr 2004 spielte die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft gegen Kamerun. Am 24.07.2010 wurde das Stadion mit einem Freundschaftsspiel von RB Leipzig e.V. gegen den FC Schalke 04 e.V. vor 21.566 Zuschauern offiziell in Red Bull Arena umbenannt.
 
 
 

Reichsbank

Petersstraße 43

Im Anschluss an die Ausrufung des Kaiserreichs am 1. Januar 1876 wurde die Reichsbank gegründet. Den Hauptsitz hatte sie in Berlin, aber im ganzen Land waren Filialen verteilt. Sie brachte die Reichsmark in Umlauf.

In Leipzig wurde die Filiale erst bei der Familienbank C. H. Plaut in der Thomasgasse untergebracht. 1883 entwarf der Architekt Max Hasak dann das offizielle Gebäude in der Petersstraße. Insgesamt entwarf er 37 Zweigstellen der Reichsbank. Im Entwurf und auch in der Umsetzung sind viele Gemeinsamkeiten der Bauten festzustellen.

Die Leipziger Filiale ist im Stil der italienischen Renaissance, der nach der Reichsgründung als nationaler Stil gehandhabt wurde, gehalten. Das Gebäude fällt durch seine pompöse von antiken Säulen flankierte Eingangssituation auf. Die Eingangshalle dahinter ist mit floralen und mythologischen Verzierungen geschmückt. Die Fenstergestaltung ist überall unterschiedlich gehalten: Im Erdgeschoss Rundbögen, im ersten Geschoss sind es Kastenfenster und im zweiten Geschoss sind die Fenster mit Giebelbedachungen akzentuiert.
 
 
 

Reudnitzer Park

Täubchenweg, Baedekerstraße
 
Wie manch andere Grünfläche in Leipzig wurde auch der heutige Reudnitzer Park einst als Friedhof angelegt. Im Jahr 1843 wurde dieser eröffnet und lag viele Jahre als freie Fläche außerhalb der geschlossenen Stadtbebauung. Erst mit dem Gesamtbebauungsplan für die damals noch selbstständige Gemeinde Reudnitz wurde er zu einer innerörtlichen Grünfläche.
 
Mit der Eröffnung des Neuen Reudnitzer Friedhofs (heute Ostfriedhof) im Jahr 1878 kamen die ersten Pläne auf, die Anlage zu einem Schmuckplatz umzugestalten. Bevor diese umgesetzt werden konnten, mussten allerdings erst jahrzehntelange Liegezeiten abgewartet werden.
 
Das gegenwärtige Erscheinungsbild des Reudnitzer Parks stammt aus DDR-Zeiten. Die typischen Strukturen sind an dem unregelmäßigen Wegesystem sowie den Sitzplätzen und Spielbereichen zu erkennen. Zur Aufwertung des Parks wurde die Fläche vor einigen Jahren im Zuge einer Modernisierung mit einer Skateranlage, neuen Rankgerüsten sowie einem Spielplatz mit Balancierstegen ausgestattet.
 
 
 
 

Ring Café

Roßplatz 8

Die Ringbebauung am Roßplatz wurde 1953-55 nach den Plänen des Architektenteams um Rudolf Rohrer aus Leipzig errichtet. Sie beherbergt sieben bis neun Geschosse deren Fassade mit partieller Travertinverblendung. Im Erdgeschoss befindet sich der Vorbau des Ring Cafés mit einem Terrassenaufbau. Die gesamte Ausstattung des Cafés ist im neoklassizistischen Stil gehalten. Das beinhaltet die Kassettendecke, das intarsierte Edelholzpaneel an den Wänden und ein Triglyphenfries. Insgesamt beherbergt das Café 800 Plätze.

Zusätzlich findet man viele Barockelemente, wie die Erkergestaltungen, die Fensterrahmungen, die Balustraden und dem Schmuck der Fassade. Ein großer Teil des plastischen Dekor schufen die Leipziger Bildhauer Alfred Thiele und Rudolf Oelzner.

Die Ringbebauung beherbergt außerdem 197 Wohnungen. Diese werden durch repräsentative Treppenhäuser hervorgehoben und hatten zu ihrer Zeit den höchsten Wohnkomfort. Der Mägdebrunnen von 1906 verschönert seit der Neubebauung das Gelände. Er zeigt eine Szene aus Goethes „Faust“.
 
 
 

Riquethaus

Schumachergäßchen 1

Das Riquethaus wurde 1908/09 einst als Messehaus der Firma Riquet & Co. erbaut, welche mit Japan-, China- und Orientwaren handelte. Der Architekt Paul Lange vereinte beim Neubau Elemente der klassischen chinesischen Baukunst und des Jugendstils miteinander. Auf diese Weise setzte er die Handelstradition der Firma, welche bis ins 18. Jh. zurückreichte, bildkünstlerisch um. Das Markenzeichen der Firma stellen die beiden Elefantenköpfe an der Eingangstür dar.

In seiner Entstehungszeit, der Jahrhundertwende, gehörte das "Riquethaus" zu den originellsten Gebäuden der Stadt. Die besondere Architektur mit den charakteristischen Merkmalen wie den Elefantenköpfen und dem Dachtürmchen wurde auf ausdrücklichen Wunsch des einstigen Bauherren, der Schokoladenfabrik Riquet & Co. verwirklicht. Nach der teilweisen Zerstörung des oberen Gebäudeteiles im Jahr 1943 und den danach nur notdürftig reparierten Beschädigungen erlebte die historische Adresse erst 1992 eine vollkommene Wiederherstellung in ursprünglicher Pracht. Die Immobilie am Eingang zum Schuhmachergäßchen gehört nun seit fast 10 Jahren wieder zu den besonderen Sehenswürdigkeiten der Stadt Leipzig und ist weit über deren Grenzen auch wieder als das Elefantenhaus bekannt.
 
 
 

Romanushaus

Katharinenstraße 23

Die Straße war ursprünglich ein verkehrsreicher Verbindungsweg zwischen dem Markt und dem Brühl. Im 18. Jahrhundert erlebte sie ihre Glanzzeit und wurde zur Prachtstraße des barocken Leipzig. Der Bürgermeister Romanus, der Bankier Frege, der Kaufmann Peter Hohmann und andere Vertreter des kapitalkräftigen Bürgertums ließen sich hier palastartige Stadthäuser bauen.

Das in den Jahren 1701 bis 1704 erbaute Stadtpalais zählt zu den Hauptwerken der von Dresden beeinflussten Leipziger Barockarchitektur. Markante Schmuckelemente, wie die Girlanden an Fensterbrüstungen, Eingängen und Giebeln zeugen von der einstigen Blütezeit. In der Nische unter dem Eck-Erker wurde in neuerer Zeit eine vermutlich von Balthasar Permoser geschaffene Hermesstatur aufgestellt.

Das »Romanushaus« verdankt seinen Namen Franz Conrad Romanus, ab 1701 Bürgermeister Leipzigs, der das Gebäude zwischen 1701 und 1704 nach Plänen des Leipziger Ratsmaurermeisters Johann Gregor Fuchs erbauen ließ. 1906 übernahmen die Gebrüder Steinmann das Romanushaus und ließen es 1906/07 durch den Architekten Otto Paul Burghardt von Grund auf instand setzen.
 
 
 

Romanushof

Katharinenstraße 21-23

Das Restaurant Romanushof ist im barocken Stadtpalais "Romanushaus" ansässig.  Hier wird vor allem traditionell geprägte Küche und sächsische Hausmannskost angeboten. Weiterhin gibt es eine Verkaufstheke für selbstgebackenes Brot, regionale Käsespezialitäten und hausgemachte Wurst. Es wurde 1701 bis 1703 für Bürgermeister Franz Conrad Romanus erbaut. Im Sommer erfreut sich der Freisitz im Innenhof großer Beliebtheit.
 
 
 

Rosental

Emil-Fuchs-Straße, Waldstraße, Zöllnerweg, Pfaffendorfer Straße

Das Rosental ist eine der beliebtesten historischen Parkanlagen. Nach einem Entwurf des Ratsgärtners Rudolph Siebeck wurde die barocke Anlage behutsam zum Landschaftspark im englischen Stil umgestaltet. Dadurch blieben bis heute Teile des Rosentals als ursprünglicher Auenwaldbestand mit einer großen Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten erhalten. Auf der „Großen Wiese“ wurde 1871 die Friedenseiche gepflanzt.

Durch das 1976 erbaute so genannte Zoo-Schaufenster können Spaziergänger im Rosental Lamas, Kamele, Strauße und andere exotische Tiere beobachten. Im hinteren Teil des Rosentals erhebt sich der 20 m hohe Rosentalhügel, von den Leipzigern liebevoll "Scherbelberg" genannt, der zwischen 1887 und 1896 durch Aufschüttung mit Hausmüll entstand. Auf der Nordseite lädt eine Rodelbahn zu winterlichen Vergnügungen ein.
1896 erhielt der Rosentalhügel einen 15 m hohen hölzernen Aussichtsturm, der von Hugo Licht entworfen wurde. Der Turm brannte am 4. Dezember 1943 ab. Heute kann man das Rosental am besten vom 1975 gebauten 20 m hohen stählernen Nachfolger betrachten.
 
 
 

Rossbachhaus

Beethovenstraße 8

1892 machte Arwed Rossbach den Entwurf für das Rossbachhaus für den Bauherren, Bildhauer und Stuckateur Louis Heydrich. Von den Leipzigern wird das Haus auch die „Goldene 8“ genannt, weil es zu den schönsten Gebäuden der Stadt gehört. Arwed Rossbach zählt zu den wichtigsten Vertretern des Historismus, was auch am Rossbachhaus zu erkennen ist.

Rossbach, der zuvor auch schon die Bibliothek Albertina geplant hatte, wählte für das Rossbachhaus wieder Elemente der italienischen Renaissance. Blickfang ist die Eckfassade die mit reichdekorierten, sechseckigen Erkern abgerundet wird. Diese sind an zwei Konsolsäulen angeordnet.
Den Abschluss bilden das Gebäude überragende Kuppeln mit Laternen. Diese verleihen der Konstruktion einen Turmcharakter.

Ansonsten sind die Verzierungen der Fassade dem Handwerk des Bauherrn verpflichtet. Die Figur einer Bildhauerin und die einer Stuckateurin verweisen darauf. Ebenso zeigt die Kartusche zwischen den Triforienfenstern das Zunftwappen der „Schiltern“, zu denen alle Gewerke gehörten, die in der Gestaltung von Gebäuden tätig waren.
 
 
 

Rundling Lößnig (Nibelungensiedlung)

Nibelungenring

Nach dem Ersten Weltkrieg war die Wohnungslage in Leipzig kritisch – es fehlten 13.000 Wohnungen für 26 000 Wohnungssuchende. Diese neuen Anforderungen, wie auch das Verlangen in der Bevölkerung nach einer nationalen Strömung vereinte der Architekt Hubert Ritter in seiner Rundbebauung in Lößnig. Er orientierte sich an Bauten der Jungsteinzeit, die in Kreisstrukturen angeordnet waren.

Er nutzte die ansteigende Bodenformation für eine Ringbebauung und ließ den inneren Ring noch ein Stockwerk höher bauen. Insgesamt besteht der Rundling aus 24 Häusern und weißt am äußeren Ring einen Durchmesser von 300 Metern auf. Die Abstände der Häuser im mittleren Ring sind größer gelassen worden, um Blickbeziehungen von allen Punkten herzustellen.

Der Rundling beherbergt 609 Wohnungen in unterschiedlichen Größen und Grundrissen. Jede einzelne davon ist so konzipiert, dass sie optimale Lichtverhältnisse gewährleisten kann. Großen Wert wurde auch auf die Grün- anlagen um die Gebäude herum gelegt. Ursprünglich gab es sogar ein Planschbecken in der Mitte des Rundlings, heute sind dort Rosen angepflanzt.


 
 
 

Russische Gedächtniskirche St. Alexej

Philipp-Rosenthal-Straße 51

Schon von weitem glänzt der 55 m hohe 16-seitige Turm mit seiner vergoldeten Zwiebelkuppel. Die 1913 errichtete russisch-orthodoxe St.-Alexej-Gedächtniskirche dient dem Gedenken an die 22.000 russischen Soldaten, die während der Völkerschlacht 1813 um Leipzig gefallen sind.

Die Architektur des zweigeschossigen Kirchenbaus lehnt sich an die Christi-Himmelfahrtskirche in Moskau Kolomenskoje an. Sie wurde vom Architekten Wladimir A. Pokrowski im Nowgoroder Stil – mit russischen Spenden finanziert – erbaut und am 17. Oktober zur 100-Jahr-Feier der Schlacht eingeweiht. Im Inneren ist eine 18 m hohe Ikonenwand, ein großer Bronzeleuchter sowie original Standarten (Reiterfahnen) von 1813 zu bestaunen.

Der orthodoxe Glaube ist besonders bekannt für die Heiligen- und Ikonenverehrung. Heute vereinigt die Gemeinde orthodoxe Menschen russischer, ukrainischer, weißrussischer, bulgarischer oder deutscher Herkunft. Sie beten zusammen, pflegen ihre Kirchenräume, helfen einander und den Bedürftigen. Zu bestimmten Terminen finden außerhalb der Öffnungszeiten Messen, Gottesdienste usw. für die Gläubigen statt. Die orthodoxe Kirche lädt auch einmal im Jahr zur Besichtigung der Gruft ein.