Leipzig Tourismus und Marketing GmbH

Augustusplatz 9, D-04109 Leipzig
 
Stand / Druckdatum: 23.07.2017

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LEXIKON: Leipzigs Sehenswürdigkeiten von A bis Z

Ob Architektur, Museen, Parks, Veranstaltungen oder Insidertipps - im Leipzig-Lexikon haben wir viele Begriffe zusammengefasst und erweitern diese Übersicht kontinuierlich. Die Texte sind bewusst kurz gefasst. Eine Übersicht über Persönlichkeiten, die in Leipzig gewirkt haben, finden Sie zudem im Personenarchiv. Fast alle abgebildeten Fotos stehen in druckfähiger Auflösung im digitalen Fotoarchiv zum Download bereit. Weitere Eindrücke erhalten Sie anhand von Fotoalben und Videos, die wir bei Facebook oder in unserer Mediathek veröffentlicht haben. Falls Sie Kontakte zu Institutionen und Unternehmen benötigen, werden Sie im Adressenportal fündig.

Lexikon-Redaktion: Andreas Schmidt (Leiter Öffentlichkeitsarbeit/PR-Tourismus), Email: presse@ltm-leipzig.de
 
 
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Mädler Passage

Grimmaische Straße 3-47 Neumarkt 14

Die Mädler Passage wurde 1912-1914 für den Leder-Fabrikanten Anton Mädler nach Entwürfen von Theodor Kösser errichtet und löste den legendären „Auerbachs Hof“ ab, den Heinrich Stromer von Auerbach bis 1538 erbauen ließ.

Die Passage besitzt - nach dem Vorbild der Mailänder Passage „Galleria Vittorio Emanuele II“ - als architektonischen Mittelpunkt eine zentrale Rotunde. Von hier aus erstrecken sich zwei Achsen, eine zur Grimmaischen Straße und eine weitere zum Neumarkt. Nach umfangreicher Renovierung 1997 beherbergt die historische Passage heute im Erdgeschoss 25 Ladengeschäfte verschiedener Branchen.
Anziehungspunkt im Untergeschoss ist der Auerbachs Keller. 1525 als Weinausschank gegründet, war er später gastliche Stätte für den legendären Dr. Johann Faust sowie den Studenten Johann Wolfgang von Goethe – und wurde somit zum Ursprungsort des Fauststoffes. Der Zugang wird durch bronzene Figurengruppen des Bildhauers Matthieu Molitor akzentuiert, die Szenen aus Goethes „Faust“ darstellen.
 
ALBUM: 100 Jahre Mädler Passage
 
 
 

Mägdebrunnen

Roßplatz/ Ecke Goldschmidtstraße

Der „Mädgebrunnen“ wurde 1906 von Bildhauer Werner Stein errichtet und in die Neubebauung am Roßplatz mit einbezogen. Die lebensgroße Bronzefigur stellt die Wasserträgerin aus der Szene „Am Brunnen“ (Vers 3544–3586) aus Goethes „Faust“ dar. Dem sechsseitigen Wasserbecken aus hellem Muschel- kalkstein sind drei kleinere Steinbecken vorgelagert. An der Mittelsäule be- finden sich zwei plastische Löwenköpfe, die die Bronzefigur tragen. Die Anlage wird durch ein geschmiedetes Gitter und drei Wasserspeier abgerundet.
 
 
 

Märchenbrunnen

Am Dittrichring

Der märchenhafte Brunnen am Promenadenring wurde von dem Bildhauer Josef Magr (1861-1924) geschaffen. Die Errichtung erfolgte 1906 durch die Stadt Leipzig. Die etwa 10m lange Anlage besteht aus einem Mittelbau und zwei Flügeln. Die Mitte bildet eine Grotte, aus der das Wasser herunter rieselt und in einem Wasserbecken aufgefangen wird. Den Mittelteil zieren Hänsel und Gretel in Lebensgröße. An den Seitenteilen befinden sich zwei Bronzereliefs, die das Märchen erzählen. Integriert wurden zu beiden Seiten Ruhebänke.
 
 
 

Mariannenpark

Schönefelder Allee / Rackwitzer Straße
 
Als klassischer Volkspark angelegt und 1928 fertiggestellt, umfasst die großräumig gegliederte Anlage weite Spiel- und Tummelwiesen, Sportanlagen sowie die leuchtend blühende Stauden-Mulde und den duftenden Rosengarten als Ort der Ruhe und Entspannung. Im Winter ist die Rodelbahn Schauplatz abenteuerlicher Schlittenfahrten.
 
Der Aufbau des Parks geht auf die Gestaltung von Leberecht Migge zurück. Wenngleich der Bau nach einigen Unstimmigkeiten erst 15 Jahre später und von einem anderen Architekten leicht abgewandelt fertiggestellt wurde. Migge war ein junger, reformorientierter Landschaftsarchitekt aus Hamburg, der seine Planung besonders auf die Bedürfnisse aller Schichten ausrichtete.
 
Die 22,1 Hektar große Parkanlage ist ein seltenes Beispiel eines fast vollständig erhaltenen Volksgartens im architektonischen Stil des frühen 20. Jahrhunderts. Im Jahr 1991 wurde der Mariannenpark als Denkmal der Garten- und Landschaftsgestaltung in die Kulturdenkmalliste des Landes Sachsen aufgenommen.
 
 
 
 

Marienplatz

Chopin-/Langestraße

Einer der ältesten Schmuckanlagen Leipzigs ist der Marienplatz östlich des Zentrums. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts als Linden umgebende Grünfläche vorhanden, erhielt der Platz 1879 durch den Stadtgartendirektor Carl Otto Wittenberg seine landschaftliche Gestaltung.

Zunächst handelte es sich um einen reinen Schmuckplatz, ohne Spiel- oder Bewegungsflächen. Das landschaftliche Gestaltungskonzept, dass sich bis heute erhalten hat, beruht auf einem mittigem, von Wegen umgebenden Rondell. Dieses wird von zweiseitigen symmetrischen Rasenparterres eingefasst.

Neben der historischen Formfassung des Marienplatzes finden sich weitere besondere Ausstattungsmerkmale. So hat sich den Platz einfassend eine alte Natursteinpflasterung erhalten, ebenso wie eine, instandgesetzte Handschwengelpumpe. Eine Wiederherstellung des historischen Stadtmobiliars wie Parkbänke oder Rabattenumzäunungen komplementierten schließlich das historische Erscheinungsbild des Marienplatzes.

 
 
 

Markkleeberger See

Wildwasserkehre 1, 04416 Markkleeberg

Am Nordufer des im Juli 2006 eröffneten Sees entstanden eine 415 Meter lange Seepromenade und ein Strandbad. Vom Bootssteg aus kann man mit dem Solarschiff „Solaria 1“ zu einer Seerundfahrt aufbrechen.

Im April 2007 öffnete in der Auenhainer Bucht der „Kanupark“, Deutschlands modernster Wildwassersportanlage. Auf beiden 270 Meter und 130 Meter langen Kanälen werden unter anderem Rafting und Hydrospeed als Freizeitsport – auch für Wildwasserneulinge – angeboten. Wer es hingegen etwas ruhiger mag, kann mit dem Drachenboot den Markkleeberger See erkunden.

Gleich nebenan kann man sich im Modellbaupark auf einer 700 Meter langen Strecke von detailgetreu nachgebauten Gartenbahnen ziehen lassen. In südlicher Richtung wird der See über einen Kanal und eine Schleuse mit dem Störmthaler See verbunden.
In Richtung Norden erhält der See über die Pleiße eine Verbindung in die Stadt Leipzig.
 
 
 

Marktgalerie

Markt 11-15

Als direkt am Markt prägende Gebäude dem zweiten Weltkrieg zum Opfer wurden, erbaute man in den 1960er Jahren an deren Stelle das Messeamt. Dieses wurde 2001 abgerissen und 2005 die jetzige Marktgalerie erbaut.

Für die schwierige Entscheidung der Westfassade in Richtung Markt, die das Stadtbild maßgeblich prägen würde, wurden mehrere Architekten beauftragt.
Abgestimmt auf die historische Bausubstanz des Marktes wurde das alte Passagensystem mit in die Objektstruktur aufgenommen und bildet einen weiteren Höhepunkt in der Entwicklung der Stadt zum Service- und Dienstleistungszentrum.

Der Passagenbau grenzt sich durch Höhe und Breite von den anderen beiden Trakten links und rechts ab. Der rechte Trakt weißt eine monotone Fensterreihe und eine in Stufen angelegte Dachlandschaft auf. Der linke Trakt ist anspruchsvoll gegliedert mit haushohen, Sandstein verblendeten Pfeiler-Riegel-Konstruktion.
 
 
 

Markttage

In der alten Messestadt Leipzig wurde schon vor 500 Jahren fleißig gezecht, gehandelt und gefeiert. Das Flair der damaligen Zeit kann man zu den Markttagen erleben.
Neben dem bunten Markttreiben gibt es ein vielfältiges kulturelles und kulinarisches Angebot. Der Brunnen auf dem Nikolaikirchhof wird jedes Jahr erneut zu einem Erntedankbrunnen umgestaltet. Das Obst und Gemüse zur Gestaltung des Erntedankbrunnens wird von Händlern des Großmarktes Leipzig zur Verfügung gestellt und geht nach Beendigung des Gottesdienstes an die Leipziger Tafel. Ein Rahmenprogramm und abwechslungsreiche Veranstaltungen tragen zu den beliebten Markttagen bei.

 
 
 

Max Enk Restaurant

Neumarkt 9-19

Das Restaurant "Max Enk" befindet sich im historischen Saal des Städtischen Kaufhauses in Leipzig. Angeboten wird regionale und internationale Hochküche die auch anspruchsvolle Gäste zufriedenstellt.
Am heutigen Standtort des Städtischen Kaufhauses befand sich früher das Gewandhaus. An den Gewandhausssaal in dem bedeutende Musiker wie Mozart, Mendelssohn Bartholdy oder Liszt auftraten erinnert heute noch eine Plakette im Barocktreppenhaus.
 
 
 

Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie

Deutscher Platz 6

Am ovalen Deutschen Platz gegenüber der Deutschen Nationalbibliothek hat das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie seinen Sitz. Dieses wurde im Jahr 1997 gegründet.

Erforscht wird hier die Geschichte der Menschheit mittels vergleichender Analysen von Genen, Kulturen, kognitiven Fähigkeiten, Sprachen und sozialen Systemen vergangener und gegenwärtiger menschlicher Populationen sowie Gruppen dem Menschen nahe verwandter Primaten.

Die Zusammenführung verschiedener Forschungsgebiete, die Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften gleichermaßen repräsentieren, soll zu neuen Einsichten in die Geschichte, die Vielfalt, die Anpassungen und die Fähigkeiten der menschlichen Spezies führen.

Um die Evolution des Menschen von einem interdisziplinären Ansatz her näher zu beleuchten, vereint das Institut Wissenschaftler verschiedenster Disziplinen. Es ist in die Abteilungen für Evolutionäre Genetik, Humanevolution, Linguistik, Primatologie und für Vergleichende und Entwicklungspsychologie unterteilt.
 
 
 

Media City

Kantstraße 71-73

Das Areal des 1886-1888 erbauten Schlachthofs wurde ab 1992 in eine der modernsten Fernsehzentralen Deutschlands umgebaut. Im Juli 2000 nahm der MDR die Sendezentralen feierlich in Betrieb. Das Markenzeichen des MDR ist das neue Hochhaus im Zentrum des Geländes. Darin sind Verwaltung, verschiedene Studios und Redaktionen untergebracht.

Kinofilme und Fernsehserien, Pressekonferenzen, Aftershowpartys – mehr als 70 Unternehmen und Dienstleister der Film- und Fernsehbranche, des Hörfunks sowie der Web- und Printmedien nutzen das Bürogebäude der media city. Dazu gehören das „Riverboat“ (MDR) hat seinen Hafen im Studio 3 gefunden, die Serie „In Aller Freundschaft“ (Saxonia Media Filmproduktion GmbH/ ARD) wird in den Studios 1 und 2 produziert und auch internationale Filmprojekte wie „Das weisse Band“ (X Filme/ WEGA Film) und „The Last Station“ (Egoli Tossell Film Halle GmbH). Im Werkstatt- und Lagerbereich befindet sich auch der umfangreiche Requisitenfundus des MDR.
 
ALBUM: Die MDR-Studiotour
 
 
 

Mendebrunnen

Augustusplatz

Der 18 Meter hohe Mendebrunnen wurde aus Stiftungsmitteln der Kaufmannswitwe Marianne Pauline Mende finanziert. Er befindet sich auf dem Augustusplatz vor dem (dritten) Gewandhaus. Der Entwurf stammt von Adolph Gnauth und wurde durch Hugo Licht vollendet. Der plastische Schmuck, gestaltet von Prof. Jacob Ungerer, verkörpert eine Allegorie auf die Bedeutung des Wassers für den Menschen. Die maritimen Darstellungen verkörpern Gestalten der griechischen Mythologie. Der Brunnen wurde 1886 eingeweiht.

Da die Baukosten in Höhe von 188.726,03 Goldmark nicht vollständig durch das inzwischen auf 181.562,87 Goldmark angewachsene Stiftungskapital gedeckt wurden, erfolgte ein Zuschuss des fehlenden Betrages (7.163,16 Goldmark) aus dem Nachlass des Leipziger Stifters F. D. Grassi (1801-1880).
Zwischen 1970 und 1982 lagerte man den Brunnen in demontierten Zustand, da die Fläche vorübergehend für den Bau des Neuen Gewandhauses beansprucht wurde. Am 28.06.1982 wurde der Mendebrunnen wieder in Betrieb genommen. Ein zweites Mal war der Brunnen zwischen 1996 und 1998 demontiert, als die Tiefgarage unter dem Augustusplatz erbaut wurde.
 
ALBUM: Mendebrunnen erstrahlt in neuer Schönheit
 
 
 

Mendelssohn-Denkmal

Promenadenring gegenüber dem Hauptportal der Thomaskirche

Das 1993 zum 250-jährigen Jubiläum des Gewandhausorchesters enthüllte Mendelssohndenkmal steht vor dem Neuen Gewandhaus. Das überlebensgroße Denkmal, geschaffen von Jo Jastram aus Rostock ist aus Bronze. Der Gewandhauskapellmeister Kurt Masur leitete die Gestaltung eines Denkmals für Felix Mendelssohn Bartholdy in die Wege.

Geplant war ein neues an Stelle des 1936 abgerissenen Denkmals zu stellen schon seit Mitte der 1980er Jahre. Dazwischen kamen Überlegungen zu Künstler und Standort sowie die Wende 1989/1990, welche die Verwaltung neuordnete. 1991 wurde das Projekt dann wieder aufgenommen und umgesetzt. Durch die Standortwahl des ehemaligen Denkmals konnte Mendelssohn so zum Gewandhaus zurückkehren. Das Denkmal war das erste, das nach der Wende in Auftrag gegeben wurde.

Seit 2008 gibt es wieder ein neues Denkmal zu Ehren des Künstlers. Es wurde am 18.10.2008 im Promenadenring gegenüber dem Hauptportal der Thomaskirche feierlich enthüllt. Die Modelle der Figuren wurden anhand von Fotos angefertigt, die fotomechanisch ausgewertet worden waren.
 
 
 

Mendelssohn-Denkmal im Gewandhaus

Augustusplatz 8, im Neuen Gewandhaus

Das 1993 zum 250-jährigen Jubiläum des Gewandhausorchesters enthüllte Mendelssohn-Denkmal steht im Neuen Gewandhaus. Das überlebensgroße Denkmal, geschaffen von Jo Jastram aus Rostock ist aus Bronze. In die Wege geleitet wurde die Gestaltung eines Denkmals für Felix Mendelssohn Bartholdy von Kurt Masur dem Gewandhauskapellmeister.

Er gilt als der bedeutendste Leipziger Gewandhauskapellmeister, der das städtische Musikleben grundlegend reformierte und die Bach-Renaissance in Deutschland einleitete. Am 1.2.1827 erklang mit der Erstaufführung seiner Sinfonie c-Moll im Gewandhaus erstmals eines seiner Werke in Leipzig. Ende August 1835 kam Mendelssohn Bartholdy mit 26 Jahren von Berlin nach Leipzig, um als Nachfolger des entlassenen Christian August Pohlenz die Stelle als Gewandhauskapellmeister anzutreten.

In seinen 12 Leipziger Jahren bildete er das Orchester zusammen mit Ferdinand David zu einem leistungsstarken Klangkörper europäischen Ranges heraus. Seine Beliebtheit in Leipzig blieb jedoch bestehen und zeigt sich heute auch darin, dass es in der Stadt für keinen anderen Komponisten mehr Denkmale gibt.
 
 
 

Mendelssohn-Festtage

Die Mendelssohn-Festtage gibt es seit 1997. Sie wurden von Kurt Masur initiiert und orientieren sich am Todestag des Komponisten, dem 4. November.  Felix Mendelssohn Bartholdy gilt als der bedeutendste Leipziger Gewandhauskapellmeister, der das städtische Musikleben grundlegend reformierte und die Bach-Renaissance in Deutschland einleitete. Die jährlich im September stattfindenden Festtage des Gewandhauses zu Leipzig sind mit ihren anspruchsvollen und vielfältigen Programmen dem Komponisten und Gewandhauskapellmeister Felix Mendelssohn Bartholdy gewidmet, der wichtige Jahre seines Lebens in Leipzig verbrachte.
 
 
 

Mendelssohn-Haus Leipzig

Goldschmidtstraße 12

Das Gebäude ist die letzte baulich erhalten gebliebene Privatadresse von Felix Mendelssohn Bartholdy. Das inzwischen sanierte Haus in der Goldschmidtstrasse 12 war Felix Mendelssohn Bartholdys Wohn- und Sterbehaus.

Von 1835 bis zu seinem Tode 1847 lebte er in Leipzig. Sein Arbeitszimmer und der Salon, in dem neben Wagner auch Schumann und Berlioz verkehrten, wurden originalgetreu wiederhergestellt. Beim Mendelssohn-Haus handelt es sich um das weltweit einzige Haus, das an den großen Komponisten und Gewandhauskapellmeister erinnert.

Die spätbiedermeierliche Wohnung, die von der Familie 1845 bezogen wurde und die wieder in ihrer ursprünglichen Gestaltung wie zu Lebzeiten des Künstlers entstehen konnte, beherbergt seit 1997 ein Museum. Hier kann man u. a. das Wohnzimmer mit originalen Möbeln des Komponisten sowie zahlreiche Aquarelle und Briefe bewundern. Sonntags 11 Uhr finden im Musiksalon regelmäßig Konzerte statt.
 
 
 

Messehofpassage

Petersstraße 15, Neumakrt 16/18

1950 zur Herbstmesse eröffnet, war der Messehof der erste vollständige Messeneubau der Nachkriegszeit. Der von Eberhard Werner 1950 geschaffene Bau ist der erste vollständige Messehausneubau nach dem Zweiten Weltkrieg. Der bedeutendste Vorgängerbau war das 1731 errichtete Durchhaus „Hohmanns Hof“. Er verbindet die Petersstraße mit dem Neumarkt. Die Messehofpassage trifft außerdem die Mädler- und die Königshauspassage. Dadurch erreicht man ebenfalls die Grimmaische Straße.

Das Messehaus und die Messehofpassage wurden bis 2006 komplett neu saniert und zu einem modernen Handels- und Bürozentrum umgebaut. Die 80 Meter lange Ladenstraße im Inneren wurde neu gestaltet. Die sachlich gestaltete Fassade von 1950 ist mit Langensalzaer Kalkstein verkleidet. Für die Wandverkleidung wurde Travertin gewählt. An die alte Passage erinnert noch die illuminierte Pilzsäule aus hellem Juramarmor in der Halle am Eingang Petersstraße. Diese Säule wurde von Fritz Przibila geschaffen nach Vorlagen des Künstlers Alfred Thiele mit der für die frühe DDR-Kunst typischen Darstellung des "Werktätigen".
 
 
 

Messemännchen


Das Maskottchen für die Leipziger Messe ist nach einem Entwurf von Gerhard Behrendt zum Leben erweckt worden. Behrendt war ein deutscher Regisseur und Puppengestalter sowie Erfinder des Sandmännchens des Deutschen Fernsehfunks Berlin.

1964 repräsentierte das Messemännchen zum ersten Mal die Leipziger Herbstmesse. Über 30 Jahre warb es für die weltbekannte Messe zu DDR-Zeiten. Im Laufe der Jahre ist der Geschäftsmann im blauen Anzug mit Hut, Pfeife und Aktenkoffer zum beliebten Symbol des Hauses geworden.

Das Messemännchen stellt einen Handelsreisenden mit einem übergroßem Kopf in Gestalt eines Globus dar. Dieser symbolisiert den weltweiten Handel, der schon vor Jahrhunderten in Leipzig betrieben wurde. Die Farben blau und gelb stehen für die Stadt Leipzig. Das Doppel-M, als traditionelles Messezeichen bekannt, ziert seinen Hut. Das Reiseziel "Leipziger Messe" ist auf seinem Koffer etikettiert.

Der sympathische Botschafter ist bis heute beliebt. Er begrüßt die Gäste nicht nur auf der Messe, sondern auch in der Tourist-Information. Dort kann man das Messemännchen für 6 Euro auch in Kleinformat als Souvenir erwerben.
 
 
 

Messestadt

Messe-Allee 1

Die Leipziger Messe gehört zu den ältesten Messestandorten der Welt. Leipzig lag an der Kreuzung der zwei großen Handelsstraßen der Via Regia (Paris–Nowgorod) und der Via Imperii (Bergen–Rom). Diese Lage begünstigte den Handel, insbesondere den Fernhandel und somit wurde Leipzig zum Ausgangspunkt des internationalen Messewesens.

Im Jahre 1895 erfolgte die Umstellung von der Warenmesse zur weltweit ersten Mustermesse. Von nun an wurden die Waren nicht mehr direkt vor Ort verkauft, sondern mit Hilfe von Präsentationen der Muster Handelsverträge geschlossen. Der Transport der Ware vom Hersteller zum Kunden in vorher vereinbarter Menge und Qualität und zu vereinbarten Konditionen erfolgte dann auf deren Grundlage.

Ursprünglich fand die Warenpräsentation in den zahlreichen Messehäusern wie Specks Hof, Mädler Passage oder dem Städtischen Kaufhaus statt. Zur Blütezeit der Messe Anfang des 20. Jahrhunderts waren ganze Straßenblöcke eingenommen. Im Jahr 1996 zog die Messe auf das neue hochmoderne Messegelände im Norden Leipzigs.
 
 
 

Meyersche Häuser

Lindenau, Eutritzsch, Reudnitz, Kleinzschocher

Zusammen mit dem Architekten Max Pommer errichtete Herrmann Julius Meyer Mietshäuser für Arbeiter, die bis dahin meist ungünstig untergebracht waren. Max Pommer hatte vorher vor allem Villen und auch das Privathaus von Meyer geplant. Meyer, der auch ansonsten sozial engagiert war, hatte sich mit „Meyers Konversationslexikon“ und „Brehms Tierleben“ finanziell abgesichert und widmete sich dem Projekt um bessere Wohnsituationen in Leipzig zu schaffen.

Sie erschufen mehrere Gebäudekomplexe und Wohnsiedlungen in den Stadtteilen Lindenau (1888-98), Eutritzsch (1899-1901), Reudnitz (1903-08) und Kleinzschocher (1907-30er). Dazu gründete er den „Verein zur Erbauung billiger Wohnungen“, den er 1900 in eine Stiftung umwandelte. Die Gebäude sind im Historismus gehalten und unterscheiden sich in Gestaltung und Ausführung von den damaligen Mietskasernen. Sie versprachen den Mietern einen für die damalige Zeit luxuriösen Wohnkomfort, mit Balkon und Innenhof.
Die Stiftung ist nach einer weniger intensiven Phase während der DDR nun wieder aktiv. Sie kümmert sich um die Instandsetzung der Gebäude und die Modernisierung der Wohnungen.
 
 
 

Michaeliskirche

Nordplatz 14

Die zwischen 1901/04 errichtete Michaeliskirche bildet mit ihrer markanten Lage den nördlichen Abschluss der Nord-Süd-Hauptachse des Leipziger Stadtzentrums. Von Weitem bereits sichtbar ist die markante, breit gelagerte Fassade mit dem monumentalen Turm. Das Sandsteinmauerwerk mit plastischer Oberflächengestaltung und variantenreichem, figürlichem Bauschmuck gibt dem Außenbau eine eindrucksvoll-lebendige Wirkung. Den Innenraum prägen sehenswerte Holzschnitzereien an Emporen, Bänken und Kanzel, farbige Chorfenster (nach Entwürfen von Ludwig Otto) sowie die dreimanualige Sauer-Orgel mit 46 Registern und reich geschnitztem Jugendstilprospekt. Die Michaeliskirche stellt im Leipziger Sakralbau das interessanteste Bauwerk in der Verbindung des späten Historismus mit Elementen des Jugendstils dar.

Die Michaeliskirche ist ein dem Erzengel Michael gewidmeter Kirchenbau aus der Zeit der Jahrhundertwende. Sie wurde als Hauptkirche der im Zuge der sprunghaften Bevölkerungszunahme Leipzigs neu erschlossenen Nordvorstadt seit 1901 von den Leipziger Architekten Heinrich Rust und Alfred Müller erbaut und am 12. Juni 1904 geweiht. Heute wird sie von der evangelisch-lutherischen Michaelis-Friedens-Kirchgemeinde liturgisch genutzt.
 
 
 

Modell-Hobby-Spiel


Über 600 Aussteller geben Anregungen für Hobby und Freizeit und zeigen Neuheiten auf der Messe für Groß und Klein. Ob Spielefans, Sammler oder Bastelfreunde – jeder kommt auf seine Kosten. Fliegen, Bauen, Spielen, Basteln: Drei Tage lang verwandeln sich die Leipziger Messehallen in ein Zentrum für Kreative, Spielfans und Modellbauer. Tausende Besucher kommen einmal im Jahr zur Modell-Hobby-Spiel, der größten Publikumsmesse für Modellbau, Modellbahn, Kreatives Gestalten und Spiel und erleben auf 90.000 qm mehr als 900 Mitmachaktionen. Hier erfährt man alles über neue Produkte und die neuen Trends.
 
 
 

Montagskonzerte am Bachdenkmal


Was kann es im Sommer Schöneres geben, als in idyllischer Atmosphäre am Bachdenkmal vor der Leipziger Thomaskirche Konzerte mit namhaften nationalen und internationalen Künstlern zu erleben?

Bei freiem Eintritt gibt es ein Sommerprogramm von Bach bis Blues mit mitteldeutschen und internationalen Solisten, Gruppen und Sinfonieorchestern. Die Konzerte finden im Juli und August an jedem Montag jeweils 19:00 Uhr und bei jedem Wetter statt.
 
 
 

Moritzbastei

Universitätsstraße 9

Europas größter Studentenclub befindet sich in einem riesigen Kellergewölbe der ehemaligen Verteidigungsanlagen. Drei Club-Räume bieten ein breites Spektrum an Musik von Blues über Mainstream bis Crossover. Auch kulturelle Veranstaltungen finden hier statt. Darüber hinaus laden mehrere Cafés und Bars zur Stärkung.

Im Auftrag des Kurfürsten Moritz von Sachsen läßt 1551-1553 Bürgermeister Hieronymus Lotter die Moritzbastei als Bastion errichten. Im Laufe der Zeit wurde das Gebäude verschüttet. 1973/1974 entdecken Studenten auf der Suche nach geeigneten Räumen für einen Studentenclub die Reste der Moritzbastei und bauten sie wieder auf.
Die Moritzbastei Betriebs GmbH arbeitet im Auftrag der Stiftung Moritzbastei. Dieser Auftrag lautet: Die Moritzbastei pflegt das akademisch-kulturelle Leben in Leipzig. Und das bei strikter finanzieller Unabhängigkeit. Die Moritzbastei arbeitet ohne institutionelle Förderungen.
 
ALBUM: Kurfürstliches Wappen
 
 
 

Morrison´s Irish Pub

Ritterstraße 38-40

Der Morrison´s Irish Pub eröffnete 1997 in der Leipziger Innenstadt. Er zeichnet sich durch eine typisch irische Einrichtung mit einem Podium und einer imposanten Bar aus. Im unteren Teil des Pubs befindet sich ein rustikaler Keller. Die authentische Atmosphäre wird durch irische Livemusik an regelmäßig stattfindenden Terminen abgerundet. Bei irischem Essen und irischem Bier wie Kilkenny herrscht eine ausgelassene Stimmung.
 
 
 

Mückenschlösschen

Waldstraße 86

Das Restaurant "Mückenschlösschen" befindet sich direkt zwischen dem Rosental und dem Waldstraßenviertel. So liegt es einerseits idyllisch an der einmaligen Park- und Auenlandschaft und andererseits im Waldstraßenviertel, dem größten zusammenhängenden Gründerzeitensemble Deutschlands. Das 1892 durch den Architekten und Bauherren Gustav Strauß errichtete Gebäude fügt sich als Stadtvilla mit Flair eines kleinen Jagdsitzes gut die diese Atmosphäre ein.

Die Küche im Mückenschlösschen bietet hausgemacht sächsische und bayerische Speisen an. Im Sommer lädt einer der größten Biergarten Leipzigs zum geselligen Beisammensein ein. Im Mückenschlösschen wird auch ein interessantes Unterhaltungsangebot gezeigt. So werden zum Beispiel die Dinnershow "Mordkomplott" oder Theateraufführungen angeboten.

Der Name "Mückenschlösschen" leitet sich von der Legende ab, nach der August der Starke einst an der Nahe gelegenen Aue entlangritt und dort ein Baugrundstück suchte. Er wurde jedoch so sehr von den Mücken angegriffen, dass er vom Pferd fiel und seine Baupläne verwarf. Darüber freuten sich die Leipziger, denn diese wollten nicht, dass er im Rosental ein Schloss baute.
 
 
 

Müller-Denkmal


Richard-Wagner-Straße/ Promenadenring

1819 wurde der Grabstein von Leipziger Kaufleuten gegenüber dem heutigen Hauptbahnhof errichtet. Das würfelförmige Denkmal ist an den Ecken von Rutenbündeln umrahmt. Diese werden durch Abdeckplatten an den Seiten verbunden. Darauf sind Dreieckgiebel angeordnet.

Das Porträtmedaillon wurde aus weißem Marmor von dem Berliner Bildhauer Johann Gottfried Schadow gefertigt. 1984 wurde das Relief durch eine Kopie ersetzt. In den vorherigen Jahren wurden ebenfalls eine große Reihe an Verbesserungen an dem stark verwitterten Monument vorgenommen. So wurde die Inschrift erweitert und das Denkmal - nachdem es abgesenkt war - wieder aufgerichtet. Auch das Medaillon wurde gereinigt.

Carl Wilhelm Müller war ab 1778 Bürgermeister der Stadt Leipzig. Er bemühte sich vor allem um das Schulwesen und die städtebauliche Gestaltung Leipzigs. Unter ihm entstanden unter anderem planmäßig angelegte Grünanlagen auf den ehemaligen Befestigungsanlagen, die klassizistische Umgestaltung der Nikolaikirche und der erste Konzertsaal, der sogenannte Gewandhaussaal.
 
 
 

Münzgasse

Die Münzgasse ist benannt nach der Leipziger Münzstätte, die sich hier seit 1660 befand. Um 1714 wurde das Prägen von Münzen eingestellt, bevor es dann durch den Bankier Frege und kurz darauf durch den preußischen König auf der Pleißenburg wieder aufgenommen wurde. Der Betrieb wurde 1764 endgültig eingestellt.

Heute stellt die Münzgasse den Eingang in die Leipziger Südvorstadt und einem beliebten Ort für das Leipziger Nachtleben dar. So befinden sich hier u.a. das Café Waldi, das als Restaurant und Nachtclub dient, sowie zahlreiche andere Bars und Restaurants.
 
 
 

Museum der bildenden Künste

Katharinenstraße 10

Der 2004 eröffnete Museumsneubau beherbergt eine bedeutende Sammlung von rund 3.500 Gemälden und 1.000 Skulpturen. Auf ca. 7000 qm Aus- stellungsfläche sind Werke der holländischen und deutschen Malerei vom 15. bis zum 21. Jh. zu sehen. Hier kann man mit Max Klingers „Beethoven“ eines der bedeutendsten musikbezogenen Werke der bildenden Kunst bewundern. Das Museum zählt zu den ältesten Bürgersammlungen Deutschlands. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Kunst der »Neuen Leipziger Schule«, die Kunstliebhabern und Sammlern weltweit ein Begriff ist und Künstler wie Neo Rauch, Matthias Weischer und Christiane Baumgartner vereint.

Um 1858 haben Leipziger Kaufleute, Verleger, Händler und Bankiers wie Maximilian Speck von Sternburg, Marion Bühler-Brockhaus mit ihrem Mann Harald Falckenberg das Museum der bildenden Künste Leipzig gegründet. Seitdem sind zahlreiche Sammler ihrem Beispiel gefolgt und haben das Museum mit Schenkungen und Stiftungen bedacht. Ihre private Leidenschaft und ihr persönlicher Blick sind beim Rundgang durch die Sammlung stets gegenwärtig.
 
ALBUM: Die schönsten Holländer in Leipzig
 
 
 

Museum für Druckkunst

Nonnenstraße 38

Im Herzen von Plagwitz befindet sich das 1994 gegründete und seit 2000 als private Stiftung arbeitende Museum für Druckkunst. Die Sammlung ist durch die Reichhaltigkeit und Vielfalt seiner Exponate einmalig und zeigt die Drucktechnik der Geschichte und Gegenwart. Neben der Ausstellung von noch funktionstüchtigen Maschinen aus verschiedenen druckgewerblichen Bereichen liegt die Besonderheit des Museums in der interaktiven Wissensvermittlung. Buchdrucker, Schriftsetzer und Schriftgießer führen die Arbeitsmethoden an den Maschinen praktisch vor und geben Interessierten die Möglichkeit, sich selbst einmal im Umgang mit Bleilettern und Druckpressen auszuprobieren. 

In der Schriftgießerei wird Schritt für Schritt die Herstellung der Druckformen veranschaulicht. Hier ist auch eine Holzstichwerkstatt untergebracht. Zur Illustration von Büchern und Zeitschriften werden mittels Plattenkamera, Schusterkugel und Tonschneidemaschine feinste Schraffuren erzeugt. Als interaktive Druckwerkstatt vermittelt das Museum in lebendiger Form die Geheimnisse der „Schwarzen Kunst“ und begeistert täglich Jung & Alt.
 
ALBUM: Hinter den Kulissen
 
 
 

Museum im Stasi-Bunker

Naherholungsgebiet Lübschützer Teiche Flurstück 439

In der einstigen „Ausweichführungsstelle“ der Stasi in Machern werden die militärische Tätigkeit des Ministeriums für Staatssicherheit und dessen Aufgaben im sogenannten Spannungs- und Mobilmachungsfall dokumentiert.

Im Kriegsfall waren die Tätigkeiten aus der „Runden Ecke“ hierher verlagert worden, weshalb sämtliche Nachrichtenverbindungen parallel in den Bunker geschaltet wurden. Die Ausweichführungsstelle war ein heimlich geschaffener Komplex, durch den sich die Führungsriege des MfS ihren Machtanspruch im Fall eines Ausnahmezustands zu erhalten gedachte.

Der Bunker, der einst als Ferienanlage des VEB Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Leipzig getrant war, war der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt und wurde erst zur Jahreswende 1989/90 entdeckt. Auf Initiative des Bürgerkomitees erhielt das gesamte Gelände im Jahr 1995 den Status eines Denkmals.
 
ALBUM: Museum im Stasi-Bunker feiert 15-jähriges Jubiläum
 
 
 

Museumsnacht

Die Museumsnacht ist eine unterhaltsame Ergänzung zum Alltag von Museen und wird durch Konzerte, Kabarett sowie Spielshows bereichert. Museen und Sammlungen laden in der Zeit von 18.00 bis 1.00 Uhr dazu ein, frei nach dem Motto „Nachtaktiv“ im Dunkeln auszuschwärmen. Die Vielzahl von Sonder- programmen, Konzerten und Kunstaktionen bieten ein attraktives Programm.
Der Bonus: Mit der Eintrittskarte ist es möglich, die regionalen und öffentlichen Nahverkehrsmittel in bzw. zwischen Halle und Leipzig zu nutzen.
 
ALBUM: "Jagdfieber" zur Museumsnacht
 
 
 

Musikalische Komödie

Dreilindenstraße 30

Die Musikalische Komödie – umgangssprachlich MuKo – ist ein Operettentheater im traditionsreichen Haus Dreilinden. Zwar ist sie Teil der Oper Leipzig, besitzt allerdings ein eigenes Ensemble mit Chor, Ballettgruppe und Orchester und ein Repertoire von der Spieloper über das Hauptgebiet Operette bis zum Musical. Die MuKo kann auf eine über vierzigjährige Kontinuität als Leipziger Operetten- und Musical-Theater zurückblicken.

Erstmals wurde das Gebäude im 18. Jahrhundert als ältester Gasthof Lindenaus unter dem Namen „Drei Linden“ erwähnt. Hier soll Napoleon nach der Völkerschlacht übernachtet haben. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Gasthof abgerissen und das Areal neu bebaut.

Im Hofbereich des Ensembles errichtete 1912 die Brauerei C.W. Naumann nach einem Entwurf des Architekten Otto Gerstenberger einen Saalbau als prunkvollen Konzert- und Ballsaal mit 3.000 Plätzen. Der Saal wurde ab 1913 als „Varieté Drei Linden“ genutzt.
 
ALBUM: 100 Jahre Musikalische Komödie
 
 
 

Musikbibliothek Peters

Goldschmidtstraße 26

Die Musikbibliothek Peters, gegründet von Max Abraham, wurde im Januar 1894 in der ehemaligen Königsstraße 24 eingeweiht. Sie war die erste öffentlich und kostenlos zugängliche Musikbibliothek in Deutschland. Abraham verfügte testamentarisch, dass die Bibliothek als Stiftung zugunsten der Stadt Leipzig weiter bestehen solle. Die Musikbibliothek ist heute Bestandteil der Stadtbibliothek Leipzig. Etwa 24.000 Medieneinheiten sind noch vorhanden. Diese stehen im Länderverzeichnis für Sachsen eingetragenes Kulturgut unter Kulturgutschutz.
 
 
 

Musikschule Leipzig "Johann Sebastian Bach"

Petersstraße 43

Die im Jahr 1951 gegründete Musikschule „Johann Sebastian Bach“ ist die zweitgrößte Musikschule Deutschlands. Ziele der Ausbildung sind sowohl die Förderung des musikalischen Laienschaffens, das frühzeitige Erkennen und die gezielte Förderung von musisch besonders Begabten, eine qualifizierte Berufsvorbereitung für geeignete Interessenten sowie die Pflege verschiedener Formen des Gemeinschaftsmusizierens.
Neben der Ausbildung in über 30 vokalen und instrumentalen Fächern, bietet die Musikschule auch Kurse im Bereich Tanz an. Als Pate fungiert das Gewandhausorchester Leipzig. Seit 2005 veranstaltet das MDR-Sinfonie- orchester jährlich ein gemeinsames Projekt, welches den jungen Musikern das Musikleben der Profis veranschaulichen soll.

Das Jugendsinfonieorchester der Musikschule wurde bereits mit vielen Preisen ausgezeichnet, darunter der 1. Preis bei der Landesausscheidung Sachsen des Deutschen Orchesterwettbewerbs 2004 und bei dem Bundesausscheid des Deutschen Orchesterwettbewerbs 2008. Gemeinsam mit dem Conservatoire national de région de Lyon gründete die Musikschule ein gemeinsames Blechbläserensemble.
 
 
 

Musikviertel

Zentrum Süd

Dieser Stadtteil in der Leipziger Südwestvorstadt entwickelte sich in den 1880er Jahren auf den Grundstücken der Schwägrichens- und Schimmels Gärten vor den Toren der Altstadt und strahlt mediterranes Flair aus. Typisch für das Viertel sind die prachtvollen Stadtvillen, die einst reichen Leipzigern als Wohnsitz dienten. Um 1900 war die Karl-Tauchnitz-Straße als vornehmste Villenstraße der Stadt fertiggestellt.

Die anspruchsvollen Wohngebäude in der Ferdinand-Lassalle-Straße werden wegen ihres handwerklichen Reichtums unter Einsatz edelster Materialien im Äußeren wie im Inneren bestaunt. Durch die Lage zum nahen Auenwald bot es beste Wohnbedingungen. Hier entstanden großartige Bauten des Historismus, wie die Universitätsbibliothek, das frühere Reichsgericht, das Königliche Konservatorium der Musik, die Kunstakademie sowie das im Zweiten Weltkrieg zerstörte und 1968 abgebrochene zweite Gewandhaus.

Unter den Wohnbauten sind das sogenannte Roßbachhaus und die Villen in der Wächterstraße besonders hervorzuheben. In der Schwägrichenstraße 11 wohnte der berühmte Kunsthistoriker Nikolaus Pevsner (1902-1983), sowie die Schriftstellerin Elsa Asenijeff (1867-1941).