Leipzig Tourismus und Marketing GmbH

Augustusplatz 9, D-04109 Leipzig
 
Stand / Druckdatum: 25.04.2017

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LEXIKON: Leipzigs Sehenswürdigkeiten von A bis Z

Ob Architektur, Museen, Parks, Veranstaltungen oder Insidertipps - im Leipzig-Lexikon haben wir viele Begriffe zusammengefasst und erweitern diese Übersicht kontinuierlich. Die Texte sind bewusst kurz gefasst. Eine Übersicht über Persönlichkeiten, die in Leipzig gewirkt haben, finden Sie zudem im Personenarchiv. Fast alle abgebildeten Fotos stehen in druckfähiger Auflösung im digitalen Fotoarchiv zum Download bereit. Weitere Eindrücke erhalten Sie anhand von Fotoalben und Videos, die wir bei Facebook oder in unserer Mediathek veröffentlicht haben. Falls Sie Kontakte zu Institutionen und Unternehmen benötigen, werden Sie im Adressenportal fündig.

Lexikon-Redaktion: Andreas Schmidt (Leiter Öffentlichkeitsarbeit/PR-Tourismus), Email: presse@ltm-leipzig.de
 
 
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Herbst '89 - Aufbruch zur Demokratie und Lichtfest

Die Leipziger Bürger, die 1989 nach den traditionellen Friedensgebeten in der Nikolaikirche anfangs zu Hunderten, später zu Hunderttausenden auf den Leipziger Innenstadtring zogen, gaben sich nicht mehr mit kosmetischen Veränderungen zufrieden.

Mit den Rufen "Wir sind das Volk!" und "Keine Gewalt!" stürzten sie das SED-Regime. Unter dem Motto „Herbst `89 – Aufbruch zur Demokratie“ erinnert die Stadt jährlich an die Ereignisse der Friedlichen Revolution.

Am 09. Oktober - dem städtischen Gedenktag - ist das Lichtfest immer der Höhepunkt dieser Veranstaltungsreihe. Tausende Bürger und Besucher treffen sich auf dem Augustusplatz und gedenken bei stimmungsvollen Illuminationen den Ereignissen von 1989.

Im Zuge der Veranstaltungsreihe finden außerdem ein Friedensgebet sowie eine Rede der Demokratie in der Nikolaikirche statt, bevor das Lichtfest auf dem Augustusplatz beginnt.
 
ALBUM: Eindrücke vom Lichtfest
 
 
 

Lachmesse

Heute bieten alle Einrichtungen der Kabarettszene ein vielseitiges Angebot von eigenen Programmen bis hin zu namenhaften deutschen Kabarettisten. Humorvoll geht es auf den Bühnen der Stadt, den Kabaretts, im Revuetheater und Varieté zu. Als fester Bestandteil des Leipziger Freizeitangebots laden die Lokalitäten mit kritisch-politischer Wortkunst, humorvollem Kleinkunst-Programm oder beeindruckenden Revueshows zu einem amüsanten Abendausklang ein. Wie kabarettverrückt Leipzig ist, zeigt sich alljährlich auch bei der Lachmesse im Oktober, dem international größten Kabarett- und Kleinkunstfestival Deutschlands.
 
 
 

Leibniz-Denkmal

Universitätsstraße 3

1883 wurde das von Ernst Hähnel geschaffene Denkmal Leibniz‘ am Thomaskirchhof aufgestellt. Der Prozess der Mittelfindung und Einigung über das Denkmal dauerte 37 Jahre. 1906 musste das Denkmal am Thomaskirchhof dem Bachdenkmal weichen und wurde im Paulinerhof der Universität aufgestellt. Im Zuge der Sprengung der Paulinerkirche wurde es abgebrochen und eingelagert.
Im Jahr 1977 wurde das Denkmal zwischen Hörsaalbau und Moritzbau wieder aufgestellt und 2010 auf den Campus der Universität positioniert.

Das Denkmal ist Gottfried Wilhelm Leibniz gewidmet, der 1646 in der Messestadt geboren wurde und 1661 an der hiesigen Universität sein Studium aufnahm. Dies zeigt den „Fürst der Wissenschaft“ in seiner zeitgenössischen Kleidung, welche den Globus neben ihm fast verdeckt. Letzterer dient als Symbol der politischen Macht. Das Buch in seiner Hand charakterisiert seinen historischen Handlungsspielraum.

Der überlebensgroße Bronzeguss ist mit der Inschrift „Gottfried Wilhelm Leibniz“ und „Errichtet im Jahre 1883“ versehen.
 
 
 

LEIPZIG CARD

Mit der seit 1995 von der LTM GmbH herausgegebenen LEIPZIG CARD können Touristen die Stadt vorteilhaft erschließen. Sie ist in drei Versionen als Tageskarte, 3-Tageskarte und als 3-Tagesgruppenkarte in der Tourist-Information, bei der LVB und in Hotels erhältlich. Mit ihr können alle Nahverkehrsmittel des MDV im Leipziger Stadtgebiet kostenfrei genutzt werden. Außerdem bietet die LEIPZIG CARD Preisvorteile in über 100 Freizeiteinrichtungen, Museen, Restaurants und Einzelhandelsgeschäften.
 
ALBUM : DIE VIELFALT VON LEIPZIG UND DER REGION A LA CARTE
 
 
 

Leipzig genießt

Im Jahr 2011 wurde ein besonderes Ereignis für alle Leipziger Feinschmecker eingeführt, das Festival „Leipzig genießt“. Das Festival findet jährlich parallel mit der GÄSTE-Messe und der LE Gourmet statt. Teilnehmer aus den Bereichen Gastronomie, Dienstleistungen und Freizeit präsentieren Leipzig von seiner köstlichsten Seite und bieten den Gästen ganz besondere kulinarische Erlebnisse in zahlreichen Leipziger Gaststätten, sowie an ungewöhnlichen Orten an.
 
ALBUM: Leipzig genießt – ein Festival des Hochgenusses
 
 
 

Leipziger Allasch

Der würzige Kümmellikör hat seinen Ursprung nicht in Leipzig, sondern aus dem lettischen Rittergut Allasch bei Riga. Er wurde dort ab 1823 produziert. Bereits 1830 hatten Handelsleute das Rezept für den Allasch nach Sachsen zur Leipziger Messe gebracht. Aufgrund seiner großen Beliebtheit wurde der Likör dann ab 1926 in der ältesten Leipziger Branntwein- und Likörfabrik „Wilhelm Horn“ hergestellt und erhielt den Namen „Echter Leipziger Allasch“. Das Produkt verkaufte sich weltweit erfolgreich.

Nach 1989 ging es jedoch bergab, bis das Gasthaus & Gosebrauerei Bayerischer Bahnhof den Allasch zum zweiten Mal zum Leben erweckte. Er wird wieder nach dem Originalrezept hergestellt und ist in den meisten Leipziger Restaurants sowie im Einzelhandel erhältlich.

Allasch ist ein Kümmellikör der unter Verwendung von Kümmeldestillat her- gestellt wird. Der hohe Alkoholgehalt (38% vol.), ein starkes Kümmelaroma und ein reichlicher Zuckerzusatz zeichnen den Likör aus. Diese Spezialität wird durch ein aufwendiges Herstellungsverfahren und eine optimale Lagerung zu einem Spitzenprodukt. Eine charakteristische Eigenschaft des Echten Leipziger Allaschs ist die helle Farbe. Serviert wird er eiskalt und meist zur Verdauung nach dem Essen getrunken. Eine Besonderheit im Leipziger Raum ist der Genuss zusammen mit einer Gose.

 
 
 

Leipziger Allerlei

Die bekannteste Leipziger Spezialität nennt sich „Leipziger Allerlei“ und ist ein Hauptgericht, welches aus den Zeiten nach den Napoleonischen Kriegen um 1815 stammt.

Getreu dem Motto „Verstecken wir den Speck und bringen nur noch Gemüse auf den Tisch, sonntags vielleicht ein Stückchen Mettwurst oder ein Krebslein aus der Pleiße dazu…“ wollte die damals reiche Stadt Leipzig die Weiterreise der Bettler nach Halle und Dresden erzwingen.

In der Regel gab es das „Allerlei von nur jungen Gemüsen“ von März bis August, das Original „Leipziger Allerlei“ wird im Juni serviert, wenn die Spargelzeit beginnt, die Schonzeit für Flusskrebse vorbei ist und das Gemüse frisch geerntet werden kann. Außer Spargel, Flusskrebsen und Krebsbutter finden sich verschiedene Gemüsesorten im Allerlei, z.B. Möhren, Schoten, Kohlrabi, Erbsen und Blumenkohl aber auch Morcheln und Semmelklößchen gehören zur Spezialität. Das Gemüse wird getrennt gegart und in Butter geschwenkt. Später werden die Krebsschwänze sowie die Semmelklößchen dazugegeben und alles wird mit Salz, Pfeffer, Muskat, Kerbel und Petersilie gewürzt, sowie mit der Krebsbutter übergossen.
Das Original Leipziger Allerlei findet man u.a. in Barthels Hof und Zills Tunnel.
 
 
 

Leipziger Lerchen

„Man rupft 12 Lerchen, zieht die Haut vom Kopfe, sengt und wischt sie aus. Dann sticht man die Augen aus, hakt die Krallen und Flügel ab...“


Bis zum offiziellen Verbot der Jagd auf Singvögel im Stadtgebiet 1876 wanderten jährlich hunderttausende Singvögel in die Pfanne und galten als eine kulinarische Spezialität der Stadt Leipzig.
Sie wurden mit Kräutern und Eiern gebacken und mit Sauerkraut oder im Speckmantel serviert. Ein furchtbares Unwetter, sowie zahlreiche Bürgerproteste führten schließlich zum Verbot der Lerchenjagd.

Als Ersatz erfanden die gewitzten Leipziger Konditoren einen Leckerbissen aus ofenfrischen Mürbeteig mit einer Füllung Marzipan aus Mandeln und Nüssen, sowie Marzipan bzw. Erdbeerkonfitüre. Sie ahmten die Form der Singvögel nach, um die betrübten Gourmets ein wenig zu entschädigen. Das Mürbeteigtörtchen erinnert an einen Vogelbalg. Die zwei kreuzweise aufgelegten Mürbeteigstreifen symbolisieren den ursprünglichen Faden, mit dem das Tier zusammengehalten wurde.

Noch heute wird das Gebäck in sieben traditionellen Arbeitsschritten hergestellt und ist in den Leipziger Gastronomiebetrieben sehr beliebt.
 
 
 

Leipziger Messe

Messe-Allee 1

Die Eröffnung des hochmodernen Ausstellungs- und Kongresszentrums im April 1996 ist ein bedeutender Meilenstein in der Leipziger Messegeschichte. Das neue Messegelände wurde vom Hamburger Architektenbüro von Gerkan, Marg und Partner entworfen und innerhalb von drei Jahren umgesetzt.

Eine Besonderheit der Messe ist die beeindruckende und funktionale Architektur. Die imposante Eingangshalle schuf der englische Stararchitekt Ian Ritchie mit einer Kuppel aus 20.000 qm Glas. Die spektakuläre Bogenkonstruktion besitzt eine Spannbreite von 80 m und erinnert in seiner  Form an den Leipziger Hauptbahnhof. Blickfang am Eingang der Messe ist die acht Meter hohe Rose von Isa Genzken. Sie ist Bestandteil des Konzepts „Kunst in der Leipziger Messe“.

Ein weiteres markantes Wahrzeichen ist der 85 m hohe Messeturm. An jeder der vier Seiten leuchtet ein 6 m großes Doppel-M: das traditionelle Messelogo.
 
VIDEO: Leipziger Messe aus der Luft
 
 
 

Leipziger Räbchen

Eine süße Spezialität sind Krapfen, die auch „Leipziger Räbchen“ genannt werden.

Zubereitung: Die süßen Mandeln werden mit ein wenig Zucker so lange in einer Schlagmühle gemahlen, bis die Mandeln eine fettige, haftende Masse ergeben.
Die Pflaumen nun mit Marzipanmasse füllen und fest zusammendrücken. Dann werden sie durch einen Eierkuchenteig gezogen und schließlich in heißem Fett goldgelb gebacken. Danach kann man sie in Zimtzucker wälzen und mit Puderzucker absieben.
 
 
 

Leipziger Stadtbibliothek

Wilhelm-Leuschner-Platz 10/11

Im Jahr 1677 vermachte Huldreich Groß seine Buchsammlung, die ca. 4.000 Exemplare beinhaltete, an die Stadt Leipzig. So konnte eine Bibliothek eröffnet werden, die für alle Studierenden und Lernwilligen zugänglich ist. Heute umfasst der Bestand ca. 430.000 Medieneinheiten. Die Stadtbibliothek fungiert als Zentralbibliothek das Bestands-, Informations- und Kommunikationszentrum der in mehreren Leipziger Stadtteilen gelegenen Zweigstellen. Darüber hinaus bietet sie Informationen und Angebote für Aus- und Weiterbildung, für Freizeit und Unterhaltung.

Leseförderung und die Vermittlung von Medienkompetenz sollen durch verschiedenste Veranstaltungen und Projekte erreicht werden und somit den Umgang mit der Literatur zu einem Erlebnis werden lassen. Umfassende und schnelle Serviceleistungen unter Einsatz neuer Technologien werden in den zentralen und dezentralen Standorten der Städtischen Bibliothek erbracht. Somit kann das vielfältige Angebot flächendeckend nutzbar gemacht werden.

Das Gebäude selbst wurde von Hugo Licht erbaut und 1895 fertiggestellt, es diente zunächst als erstes Grassimuseum bis für die Kunstsammlung größere Räumlichkeiten nötig wurden. Seit 1990 wird es als Stadtbibliothek genutzt.
 
 
 

Leipziger Türme

Wer ein Auge fürs Detail hat, findet in Leipzig zahlreiche Gebäude, die von architektonisch reizvollen Türmen geprägt sind. Von schönen Turmhauben und Turmspitzen bis zu ausgefallenen Giebeln ist alles dabei.
Sowohl die vielen Gründerzeitbauten als auch moderne Häuser entwickeln einen eigenen Charme durch die Türmchen und offenbaren ein Stück Geschichte. In dieser Vielzahl findet man sie in den wenigsten deutschen Großstädten.
 
ALBUM: Leipziger Türme
 
 
 

Lene-Voigt-Park

Gerichtsweg/Eilenburger Straße

Auf dem Gelände des ehemaligen Eilenburger Bahnhofes im Osten der Stadt befand sich anfang der 2000er Jahre eine großflächige Brache. Ziel der land- schaftlichen Umgestaltungen war es, dem Wohnquartier einen neuen Erholungs- und Rückzugsort zu ermöglichen.
Der Lene-Voigt-Park, benannt nach der sächsischen Mundartdichterin, bildet heute auf rund 11 ha eine grüne Oase. Dem Gestaltungskonzept lag der charakteristische Grundriss des einstigen Bahnhofes zugrunde, sodass bspw. die markanten Gleisstrassen als Rad- und Spazierwege umgestaltet wurden. Im Süden der Grünanlage finden sich zahlreiche Spiel- und Sportflächen, im Norden wurden kleinere Parzellen angelegt, die als sog. Mietergärten ver- pachtet werden.

Die Parkanlage erfreut sich besonders in den Sommermonaten großer Beliebt- heit: Neben den zahlreichen Spiel- und Sportmöglichkeiten finden zudem viele kulturelle Veranstaltungen im Park statt. Eine weitere Besonderheit des Parks bildet ein Grünzug, der sich im Osten der Anlage eine Verbindung zwischen Stadt und den äußeren Stadtteilen im Leipziger Osten bildet.

 
 
 

Liebertwolkwitz - Memorialmuseum sowie ein Dorf im Jahre 1813

Alte Tauchaer Straße 1

Das Museum, welches in unmittelbarer Nähe des „Südlichen Schlachtfeldes“ gelegen ist, dokumentiert vor allem den Kampf um Liebertwolkwitz, die Kriegsereignisse in den umliegenden Dörfern und erinnert an die große Reiterschlacht am 14. Oktober 1813. Aus Kartenskizzen und Daten wird der Verlauf dieses Tages deutlich. Zudem informieren Gemälde und Dioramen, Waffen und Ausrüstungsgegenstände über Militärtechniken und Gefechtsweise jener Zeit.

Alljährlich treffen sich im Oktober Hunderte von historisch Uniformierten unter dem Motto "Liebertwolktitz - ein Dorf im Jahre 1813", um die Ereignisse der Völkerschlacht bei Leipzig wieder lebendig werden zu lassen. Im Ortskern verkörpern die Laiendarsteller früher im Ort lebende Persönlichkeiten wie u.a. Schulmeister, Besenbinder oder Bäcker. Soldaten verschiedener Nationen werden so wie damals in Scheunen und Kellern einquartiert und von den Dorfbewohnern versorgt und verpflegt.

 
ALBUM: Liebertwolkwitz - ein Dorf im Jahre 1813
 
 
 

Lipsia-Brunnen

Barfußgäßchen/ Ecke Kleine Fleischergasse

Den Lipsia-Brunnen findet man vor dem Arabischen Coffe Baum. Er wurde 1913 von Max Lange erschaffen. Der Brunnen zeigt vier unter der oberen Wasserschale Schutz suchende Knaben. Ursprünglich wurde er deshalb auch "Puttenbrunnen" genannt. Doch der Name Lipsia-Brunnen hat sich schließlich durchgesetzt, wahrscheinlich wegen des gleichnamigen Lipsia-Hauses, das sich im Barfußgässchen befindet. Lipsia ist die lateinische Bezeichnung für Leipzig.
 
 
 

Liselotte-Herrmann-Park

Theodor-Neubauer-Straße / Zweinaundorfer Straße
 
Der Liselotte-Herrmann-Park ist neben dem Ramdohrpark eine der wenigen öffentlichen Grünanlagen im Stadtteil Anger-Crottendorf. Die Benennung erinnert an die Berlinerin Liselotte Herrmann, die 1938 als Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus hingerichtet wurde. Sehenswert ist die Kirche der evangelisch-lutherischen St. Trinitatis Gemeinde im Norden des Parks. Einst als „Notkirche“ errichtet, ist sie in Ostdeutschland ein seltenes Beispiel der Sakralarchitektur der frühen Nachkriegszeit.
 
 
 
 

LOFFT - Das Theater

Lindenauer Markt 21

Das LOFFT Theater wurde 1997 gegründet und hat sich seitdem zu einem national und international anerkannten Gastspielort für zeitgenössischen Tanz, post-dramatisches Theater und Performance-Art entwickelt. Das LOFFT arbeitet als non-profit Organisation auf Basis eines eingetragenen, gemeinnützigen Vereins und engagiert sich als Interessenvertreter für freie darstellende Künstler, die sich am LOFFT für eine Ko-Produktion bewerben können.


Das Akronym LOFFT steht für Leipziger Off-Theater. Dieser Name ist mittlerweile unter rein historischen Aspekten zu verstehen und wird nur noch in der Kurzform verwendet. Das LOFFT hat kein eigenes Ensemble sondern kooperiert in projektbezogenen Partnerschaften gleichberechtigt mit freien Künstlern und Gruppen. Es legt außerdem besonderen Wert auf die Förderung von Nachwuchskünstlern. Seit 2007 richtet LOFFT jährlich das Festival "Tanzoffensive" aus. Im Jahr 2014 wurde erstmals die Musiktheater-Reihe WUNDER OPUS 5 im Lofft aufgeführt.

 
ALBUM: Ab heute: TANZOFFENSIVE 2013!
 
 
 

Löwenbrunnen

Naschmarkt

Der „Löwenbrunnen“ wurde 1820 vom Bildhauer Johann Gottfried Schadow auf dem Naschmarkt errichtet. Er ist der älteste noch funktionierende Brunnen in Leipzig, der auf eine lange Geschichte zurückblickt. Bereits im Mittelalter gab es auf dem Naschmarkt verschiedene Wasserstellen und Brunnen, die die Bürger mit Wasser versorgten. So existierten an gleicher Stelle bereits seit 1690 mehrere Vorgängerbauten. Die erste Brunnenanlage war von drei Stufen umgeben und mit maritimen Fabelwesen verziert.

1820 errichtete der Bildhauer Johann Gottfried Schadow die Brunnenanlage mit den beiden eisernen Löwen. 1918 wurde die Brunnenanlage vom Architekten Hugo Licht  1918 erneuert. Dabei wurden die von Schadow entworfenen eisernen Löwen und die Handschwengelpumpe übernommen.

In goldfarbener Versalinschrift auf der Rückseite des Brunnens steht: „Im letzten Kriegsjahre 1918 wurde dieser Brunnen in der alten Gestalt des hölzernen Gehäuses vom Rate wieder aufgebaut durch den Architekten Dr. Ing. Hugo Licht. Die Mittel dazu stiftete Kommerzienrat Hugo Haschke.“

Heute gilt der Brunnen mit seinen eisernen Löwen als Symbol des Mutes.

 
 
 

Lutherkirche

Schreberstraße 5

Sie wurde in den Jahren 1884 bis 1887 auf der Anlage des Johannaparks im Stil der Neogotik erbaut. Die Lutherkirche wurde nach einem Entwurf von Julius Zeißig (1855-1930) auf kreuzförmigem Grundriss errichtet. Am 04.04.1886 wurde sie geweiht und nach dem Theologen und Reformator Martin Luther benannt.

Die Fassade ist mit Klinkern verblendet und mit Sandsteinelementen gegliedert. Die Höhe des Turms beträgt 65 Meter. In den seitlichen Nischen stehen zwei Skulpturen, die die Apostel Petrus und Paulus darstellen. Im Inneren befindet sich eine Orgel von Richard Kreutzbach, die im Jahr 2000 restauriert wurde. Ebenfalls ist im Gotteshaus die Grabstätte der Familie Wilhelm Theodor Seyfferth zu finden.

2002 wurde die Luthergemeinde mit der Thomas-Matthäi-Gemeinde zusammengelegt. Seitdem wird die Lutherkirche für Sondergottesdienste, Taufen und Trauungen und Konzerte genutzt. Die Lutherkirche soll bis 2017 als Teil des Campus Forum Thomanum als multifunktionaler Raum umgestaltet werden, damit sie dann auch als Schulaula, Aufführungs- und Aufnahmeraum genutzt werden kann.
 
 
 

LVZ-Verlagsgebäude

Peterssteinweg 19

Die Redaktion der „Leipziger Volkszeitung“, die im Jahr 1894 gegründet wurde, zog von ihrem ursprünglichen Sitz in der Tauchaer Straße in ein neues Gebäude am Peterssteinweg um. 1997-99 wurde das Gebäude saniert, um den Arbeitsbedingungen einer modernen Tageszeitung zu entsprechen.

Die helle Natursteinfassade des Verlagsgebäudes ist klar gegliedert, Pfeiler und Riegel bilden ein gleichmäßiges Raster. Durch die weit zurückgesetzten Scheiben und die davor montierten Metallverstrebungen wirken die Fensteröffnungen wie Loggien.

Ein Glasdach krönt das Gebäude, das hallenartig aufgewölbt ist. Die sich kreuzenden Streben sind mit Glas überwölbt und bilden so einen 33 mal 15,5 Meter großen Raum für öffentliche Veranstaltungen.

Der Vorplatz nimmt in seiner Gestaltung Motive aus dem Zeitungswesen auf: Lange, schmale Plattenbänder aus Sandstein und in Mosaikpflaster ausgefüllte Zwischenräume assoziieren das aus Spalten und Zeilen bestehende Bild einer Zeitungsseite.
 
 
 

Schlosspark Lützschena

Schlossweg

Die Landschaftsparkanlage am Schloss Lützschena geht auf den Kaufmann Maximilian Speck von Sternburg zurück, der den Schlosspark 1822 anlegen ließ.

Bestimmend für die Gestaltung des Parkes waren dabei die feuchten Auen, die in das Landschaftskonzept integriert werden sollten. Neben den Wasserflächen bildete daher auch der vorhandene Baumbestand die gestalterische Grundlage des Parkes. Innerhalb des kleinstrukturierten Parkes finden sich unterschiedliche Szenarien, wie religiöse, antikisierende oder romantische Motive, sodass die Anlage auch als „sentimentaler Landschaftspark“ bezeichnet werden kann.

Nach der Enteignung des Schlosses verlor der Park immer mehr an Bedeutung. Erst 1998, nachdem die Nachfahren der Familie Speck Schloss und Parkanlage wieder in Besitz nehmen konnten, gelang eine Rekonstruktion der ursprünglichen Gestaltung. Besonders der Wiederaufbau des Diana-Tempels zeichnet heute die historische Anlage in besonderer Weise nach.
 
Album: Bärlauch - Wunderkraut aus Leipzigs Auwald