Leipzig Tourismus und Marketing GmbH

Augustusplatz 9, D-04109 Leipzig
 
Stand / Druckdatum: 19.08.2017

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LEXIKON: Leipzigs Sehenswürdigkeiten von A bis Z

Ob Architektur, Museen, Parks, Veranstaltungen oder Insidertipps - im Leipzig-Lexikon haben wir viele Begriffe zusammengefasst und erweitern diese Übersicht kontinuierlich. Die Texte sind bewusst kurz gefasst. Eine Übersicht über Persönlichkeiten, die in Leipzig gewirkt haben, finden Sie zudem im Personenarchiv. Fast alle abgebildeten Fotos stehen in druckfähiger Auflösung im digitalen Fotoarchiv zum Download bereit. Weitere Eindrücke erhalten Sie anhand von Fotoalben und Videos, die wir bei Facebook oder in unserer Mediathek veröffentlicht haben. Falls Sie Kontakte zu Institutionen und Unternehmen benötigen, werden Sie im Adressenportal fündig.

Lexikon-Redaktion: Andreas Schmidt (Leiter Öffentlichkeitsarbeit/PR-Tourismus), Email: presse@ltm-leipzig.de
 
 
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Barocke Gartenanlage des Gohliser Schlösschens

Menckestraße, Kickerlingsberg

Das Gohliser Schlösschen mit seiner Gartenanlage wurde im Stil des Rokoko 1755 als Sommersitz des Ratsbaumeisters und Kaufmanns Johann Caspar Friedrich errichtet.

Den Mittelpunkt der Anlage bildet ein Wasserbassin, von dem strahlenförmig vier Flanierwege ausgehen. Der Garten wird beidseitig von zwei eingeschossigen Bauten flankiert, in denen ein Billardsaal, eine Kegelbahn sowie ein Gewächshaus und eine Antikensammlung untergebracht waren. Den Mittelpunkt des Gartens bildet das im Norden gelegene Palais. Neben dem Zierbrunnen lassen sich einige Statuen finden wie z.B. das Bildnis des ersten sächsischen Königs Friedrich August I.

Im Laufe des 19. Jh. kam es zu einem häufigen Besitzerwechsel, sodass das Schloss sowie die Gartenanlage mehrfach umgestaltet wurden. Während der Völkerschlacht 1813 diente das Schloss vorrübergehend als Militärhospiz für die verwundeten Soldaten. Das stark in Mitleidenschaft gezogene Schlösschen samt seines Gartens konnte erst in den 1990er grundlegend saniert werden.
 
 
 

Café Grundmann

August-Bebel-Straße 2

Das "Café Grundmann" ist das letzte echte Wiener Café Leipzigs. Es wird seit 1919 ohne Unterbrechung von Konditormeistern bewirtschaftet. Das im Art- Déco Stil gestaltete Café war und ist ein bedeutender Treffpunkt der Kultur- szene. 1930 wurde durch Alfred Lutze die Inneneinrichtung erneuert und die  Veranda erbaut. 1998 bis 2000 wurde das Café dann umfassend restauriert und renoviert. Im Gastraum bietet das Café 100 Plätze, im Séparée für weitere 20 sowie 10 Barplätze. Das Café bietet neben der Konditorei auch warme Küche.
 
 
 

Galerie für Zeitgenössische Kunst

Karl-Tauchnitz-Straße 11

Die 1998 eröffnete Galerie für Zeitgenössische Kunst ist gleichzeitig ein Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst als auch ein Museum für Kunst nach 1945. Sie ist untergebracht in einer vom Architekten Peter Kulka umgebauten Gründerzeitvilla und in dem 2004 eröffneten Neubau von AS-IF.
Jährlich gibt es acht bis zehn Wechselausstellungen von jungen aber auch kunsthistorischen Künstlern. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine öffentlich zugängliche Bibliothek, mehrjährige Forschungsprojekte, Stipendien an junge sächsische und internationale KünstlerInnen sowie einem Programm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Die Galerie ist eine der führenden Institutionen der Gegenwartskunst in ganz Europa. Die Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Rolle von Kunst sowie der zeitgenössische Umgang mit dem Erbe der Moderne stellen Schwer- punkte für sie dar. Ebenso zentral ist die Situation von ostdeutschen Städten und ihren Bewohnern. Generell wird selbst in den internationalen Ausstellungen ein lokaler Zusammenhang gesucht, sodass globale Themen mit den Entwicklungen vor Ort verglichen werden können.
 
 
 

Galerie im Neuen Augusteum

Augustusplatz 10

In der Galerie im Neuen Augusteum präsentiert die Kustodie jährlich zwei bis drei Wechselausstellungen. Nachdem diese bedingt durch den Campus Umbau schließen musste, ist sie seit Oktober 2012 wieder geöffnet.

Die "Galerie im Neuen Augusteum" tritt die Nachfolge der "Galerie im Hörsaalbau" und des "Ausstellungszentrums Kroch-Haus" an, in denen die Kustodie rund 100 Ausstellungen zeigte.
Durch ihre zentrale Lage, unmittelbar gegenüber dem Gewandhaus, ist die Galerie ein Anlaufpunkt für Kulturintressierte. Über den Haupteingang des Universitätsgebäudes, das Borner-Portal, oder über das Leibnitz-Forum, das sogenannte Schinkeltor, ist der Ausstellungsraum zu erreichen.

Die "Galerie im Hörsaalbau" im Erdgeschoß des 1972 errichteten Hörsaalbaus an der Universitätsstraße war ideal für die Präsentation lichtempfindlicher graphischer Arbeiten.
 
ALBUM: Augusteum 1-2-3
 
 
 

Galopprennbahn im Scheibenholz

Wundstraße 4

Der am 7. Mai 1863 gegründete "Leipziger Reit- und Rennverein Scheibenholz e.V." betreibt seit 1867 die Galopprennbahn im Scheibenholz. Aufgrund der ständig steigenden Besucherzahlen beschloss man 1906 eine Umgestaltung der Rennbahn. Nach den Plänen des Leipziger Architekten Paul Burghart entstand die neue Anlage, welche um eine einladende Tribüne mit Restaurant erweitert wurde. Bereits am 25. Mai 1907 erfolgte die feierliche Einweihung.

Während des Ersten und Zweiten Weltkrieges erlitt die Galopprennbahn schwere Schäden. Dank der Tatkraft vieler Klubmitglieder und freiwilliger Helfer konnte bereits am 12. August 1945 der erste deutsche Nachkriegsrenntag im Leipziger Scheibenholz durchgeführt werden. Damit erfolgte von Leipzig aus das Signal zur Wiederbelebung des Galopprennsports in den vier Besatzungszonen. Eines der beliebtesten Leipziger Rennen ist und war der jeweils am 1. Mai stattfindende "Preis der Arbeit". Noch heute kommen an diesem Tag im Jahr die meisten Besucher in die Galopprennbahn im Scheibenholz.
 
 
 

GaraGe - Technologiezentrum für Jugendliche

Die GaraGe ist ein Technologiezentrum für Jugendliche und wurde 2000 gegründet. Das Non-Profit Unternehmen versteht sich als Dienstleister, das seinen Auftrag unabhängig von institutioneller Förderung und ausschließlich über seine Programme finanziert. 
Die GaraGe ist ein besonderer Ort für Kinder und Jugendliche, an dem sie gemeinsam die Grundlagen von Technik und Wirtschaft erfahren und erleben können. Mit der GaraGe enstand erstmalig eine Nachwuchsschmiede, die auf einzigartige und jugendspezifischer Weise Erfahrungen sammelt und übermittelt.
 
 
 

Gasthaus & Gosebrauerei „Bayerischer Bahnhof“

Der Bayerische Bahnhof, erbaut im Jahr 1842, gilt als ältester erhaltener Kopfbahnhof der Welt. Leipzigs einstiges "Tor in den Süden" wurde im Jahr 1944 weitesgehend zerstört. Am 19. Juli 2000 öffnete die Gasthaus & Gosebrauerei Bayerischer Bahnhof seine Türen. Dem Ambiente entsprechend überzeugt das Restaurant mit traditionellen Köstlichkeiten, in der Kleinbrauerei im Bayerischen Bahnhof wird die Original Leipziger Gose hergestellt. Durch die hochmoderne Kleinbrauerei im Bayerischen Bahnhof ist die obergärige und vitaminreiche Gose wieder nach Leipzig zurückgekehrt. Die vielfältigen Gasträume bieten außerdem Platz für diverse Veranstaltungen.
 
 
 

Geburtshaus der Clara Wieck

Inselstraße 18

Die bedeutende Pianistin Clara Schumann, geborene Wieck, wurde am 13. September 1819 in Leipzig geboren. Sie heiratete 1840 den Komponisten Robert Schumann und lebte mit ihm bis 1844 in Leipzig. Deren damaliges Wohnhaus ist die heutige Gedenkstätte  "Schumann-Haus" in der Inselstraße 18. Ihr Vater, Friedrich Wieck, bewohnte von 1818 bis 1821 das Eckhaus zwischen Preußergäßchen und Neumarkt. Wiecks Nachfolgewohnungen - und damit die Wohnstätten Clara Wiecks - befanden sich 1821-1825 im Salzgäßchen, 1825-1835 in Selliers Hof und 1835-1840 in der Nikolaistraße.
 
 
 

Gedenkstätte Museum in der "Runden Ecke"

Dittrichring 24

Das Gebäude wurde in den Jahren 1912/13 errichtet und erinnert als weltweit einziges Museum an die Repressionen des DDR-Staatssicherheitsdienstes. 40 Jahre lang hatte die Leipziger Bezirksverwaltung für Staatssicherheit ihren Sitz im städtebäulich exponierten Gebäude.

Geschichtlich ironisch ist, dass sich auf dem gleichen Gelände ab 1216 eine markgräfische Zwingburg befand, die aber von den Leipzigern nur kurze Zeit geduldet wurde. Auch die Gestapo sowie nach 1945 die sowjetischen Besatzungstruppen hatten hier vorübergehend ihre Geheimdienste untergebracht.
Besondere Bedeutung hatte die Runde Ecke während der Montagsdemon- strationen im Spätherbst 1989. Aus der Gebäudeform leitet sich der im Volks- mund gebräuchliche Begriff "Runde Ecke" für die Leipziger Stasizentrale ab.

In den ehemaligen Büros der Stasi-Offiziere kann man sich bei freiem Eintritt über Arbeitsweisen und Geschichte der MfS informieren. Heute befindet sich im Erdgeschoß die Ausstellung "Stasi- Macht und Banalität", die die Praktiken des Überwachungsapparats offenlegt.
 
 
 

Gellert-Denkmal

Anlagen an der Schillerstraße

Das Gellert-Denkmal wurde für Christian Fürchtegott Gellert nach seinem Tod im Jahr 1774 errichtet. Die Entwürfe stammten von Adam Friedrich Oeser. Sein Schüler Friedrich Samuel Schlegel führte die Bildhauerarbeiten durch.

Christian Fürchtegott Gellert lebte von 1715 bis 1769 und war Dichter der deutschen Aufklärung. Ab 1745 lehrte er als Professor für Poesie, Beredsamkeit und Moral an der Universität Leipzig. Seine Werke und auch seine Persönlichkeit waren in weiten Kreisen, besonders beim Bürgertum, sehr geschätzt.
Nach häufigem Platzwechsel und einem letztendlichen Verfall bei einer der Abtragungen wurde 1909 ein neues Denkmal geschaffen. Dieses ist eine Nachbildung des Originals durchgeführt von Bildhauer Max Lange.

Das Denkmal besteht aus einem quadratischen Unterbau auf dem ein kannelierter Säulenstumpf steht, welcher eine geschmückte Urne trägt. Auf der Urne gedenken zwei kindliche Grazien dem Dichter. Eine weitere schmückt das Relief des Künstlers mit einer Girlande und einer Rose.
 
 
 

Gewandhaus zu Leipzig

Augustusplatz 8

Leipzigs internationaler Ruf als Musikstadt ist eng mit dem Wirken des Gewandhausorchesters verbunden. Das renommierte Orchester musiziert im Neuen Gewandhaus am Augustusplatz und steht in der Tradition des 1743 gegründeten "Grossen Concerts". Es gilt als das älteste bürgerliche Konzert- orchester im deutschen Raum. Der Klangkörper ist in jedem Jahr zu Tourneen weltweit unterwegs. In Leipzig musiziert das Orchester zu den Inszenierungen in der Leipziger Oper und gemeinsam mit dem Thomanerchor.

Das Gewandhaus hat seinen Namen vom Ende des 18. Jh. eingeweihten Saal im ehemaligen Handelsgebäude der Woll- und Tuchmacher. Die jetzige Spiel- stätte wurde auf Initiative von Kurt Masur 1981 am Augustusplatz errichtet. 1.900 Besucher finden allein im großen Saal Platz. Gekrönt wird er durch die majestätische Schuke-Orgel mit ihren 6.638 Pfeifen. Hier findet sich auch der Leitspruch des Gewandhauses: „RES SEVERA VERUM GAUDUM“ – Wahre Freude ist eine ernste Sache.
Das größte Deckengemälde Europas "Gesang vom Leben" auf 716 m² befindet sich in der Eingangshalle und stammt von dem Künstler Sieghard Gille.
Pro Jahr besuchen nahezu eine halbe Million Besucher das Konzerthaus.
 
 
 

Glashaus im Clara-Park

Karl-Tauchnitz-Straße 26

Die lichtdurchflutete Gaststätte mit angrenzendem Biergarten wurde 1956 eröffnet und befindet sich im Herzen des Clara-Zetkin-Parks. Das Glashaus wurde von den Architekten Rämmler und Neumann nach dem Vorbild von Orangeriebauten entworfen und bildet eine gestalterische Einheit mit der nahe gelegenen Parkbühne. Der Gastraum mit 120 und die Terasse mit 200 Sitzplätzen bieten u.a. für den beliebten Sonntagsbrunch genügend Platz.
 
 
 

Globana Trade Center

Münchener Ring 2, Schkeuditz/Leipzig

Das Globana Trade Center Leipzig/Halle ist ein multifunktionales Messe- und Veranstaltungscenter auf einer Fläche von ca. 9.500 m². Direkt am Autobahnkreuz A9 und A14 gelegen und nur wenige Minuten vom Flughafen Leipzig/Halle entfernt, überzeugt es mit vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten für Veranstaltungen jeder Art und Größe.
 
 
 

Glocke der Demokratie

Augustusplatz/ Grimmaische Straße

Im Sommer 2008 hat der Präsident der Kulturstiftung Leipzig, Walter Christian Steinbach, das Angebot der ostdeutschen Gießereiverbände angenommen, der Stadt zum 9. Oktober 2009 eine Glocke mit einem hohen künstlerischen Ausdruckswert zu schenken.

Die Stiftung hatte einen Gestaltungswettbewerb für die künstlerische Gesamtkonzeption ausgelobt. Gegenstand des Wettbewerbs war die Ideenfindung für eine künstlerisch plastische Installation einer Demokratie- glocke, die am Eingang zur Grimmaischen Straße aufgestellt werden. 
Sie soll an die entscheidende Montagsdemonstration vom 9. Oktober 1989, mit der das Ende der DDR "eingeläutet" wurde, erinnern.

Gewinner des Gestaltungswettbewerbs wurde Via Lewandowsky aus Berlin.
Die Demokratieglocke wurde im August 2009 in Lauchhammer gegossen.

Am Vormittag des 9. Oktober 2009 wurde die Demokratieglocke im Rahmen der Gedenkveranstaltungen zum 20-jährigen Jubiläum der Friedlichen Revolution eingeweiht.
 
 
 

Goethe-Denkmal

Naschmarkt

Das Goethe-Denkmal befindet sich auf dem Naschmarkt vor der Alten Handelsbörse. Es wurde vom Leipziger Bildhauer Carl Seffner erschaffen.
Die Enthüllung war am 28. Juni 1903. Der Künstler gilt als einer der bedeutendsten Porträtplastiker Deutschlands und war nach Max Klinger der renommierteste Bildhauer Leipzigs.

Johann Wolfgang von Goethe, der in den Jahren 1765 bis 1768 Student in Leipzig war, ist im Zeitkostüm mit jugendlichen Elan in Richtung Auerbachs Keller schreitend dargestellt. Für die Figur stand der Turnlehrer Carl Wehner Modell.

Goethes Leipziger Freundinnen Käthchen Schönkopf und Friederike Oeser sind im Sockel zu erkennen. Während seiner Studienzeit hatte Goethe u.A. in der Großen Feuerkugel am Neumarkt 3 gewohnt. Das Gebäude wurde jedoch im 2. Weltkrieg zerstört.

Als Student hörte Goethe die Poetikvorlesung von Christian Fürchtegott Gellert und nahm an dessen Stilübungen teil. Er nahm auch Zeichenunterricht bei Adam Friedrich Oeser, dem Direktor der Leipziger Akademie.
 
 
 

Goetz-Haus

Lützner Straße 11

Auf Grund der Völkerschlacht von 1813 wurden viele Häuser in Lindenau zer- stört. Danach begann der Wiederaufbau mit kleinen Wohnhäusern. Jedoch wurde zu Zeiten der Industrialisierung mehr Wohnraum benötigt und so wurden viele der kleinen Wohnhäuser abgerissen und durch größere, drei- bis vier- geschossige Häuser ersetzt.

Das Goetz-Haus wurde von der Industrialisierung verschont und ist aus der Zeit von vor 1850 erhalten geblieben.

Das Goetz-Haus wurde 1823 erbaut und ist mit zwei Geschossen ausge- stattet. Im Stil des Biedermeier gehalten, weist es Elemente des Klassizismus auf. Davon zeugt die schlichte Fassade mit den einzigen Schmuckelementen, die Rundbogenfenster und das Erdgeschoss abschließende starke Gesims.

Den Namen erhielt das Haus nach seinem Besitzer Doktor Goetz, der bis 1915 dort wohnte. Er beherbergte seine Praxis im Erdgeschoss. Seine Doktorarbeit schrieb er über das neue gesellschaftliche Phänomen Prostitution, welches die Krankheit Syphilis mit sich brachte.
 
 
 

Gohliser Schlösschen

Menckestraße 23

Es gehört zu den einzigartigen sächsischen Kleinoden sowie den Höhepunkten der Rokoko-Architektur in Leipzig und liegt am Rande des Rosentales nur wenige Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt.

Die Inneneinrichtung präsentiert sich heute im Stil des 18. Jh. mit bürgerlichen Inventar aus der Zeit und Möbeln des Dresdner Neorokokos um 1900.
Der Schlossgarten mit dem Springbrunnen und den Statuen ist der letzte erhaltene Garten der einst berühmten Leipziger Gartenkultur des Bürgerlichen Barocks.

Die Anlage genießt heute einen besonderen Ruf als städtischer Musenhof, der neben Lesungen, Konzerten und Ausstellungen auch den exklusiven Rahmen für Empfänge, Galas und Hochzeiten bietet.
Besonders sehenswert ist der von Adam Friedrich Oeser 1771 ausgemalte Steinsaal sowie die Ausstellung der Geschichte des Hauses im Obergeschoss.

Das Schlösschen wird heute vom Freundeskreis "Gohliser Schlösschen" e.V. geführt, der sich als Träger für den Fortbestand des Gebäudes einsetzt.
 
 
 

Goldene Hand

Nikolaistraße 18

Das ehemalige Speditionsgeschäft von Johann Christian Freygang in der Nikolaistraße 18 wurde 1854-55 nach Entwürfen Paul Bachmanns erbaut. Es ist das älteste Gebäude der Nikolaistraße und endet in einem idyllischen Hof.

Über dem Eingang befindet sich eine gold-verzierte Hand, die den florierenden Handel während der Leipziger Messen symbolisiert. Sie ist mit dem Handrücken dem Betrachter zugewandt und zeigt mit gespreizten Fingern nach unten.

Der Hausname „Zur Goldenen Hand“ wurde 1713 zum ersten Mal erwähnt. Zuvor war das Haus unter dem Namen „Zum Roten Adler“ bekannt. Dies ist wahrscheinlich auf einen Eigentümerwechsel zurückzuführen. Die ehemalige Firmierung ist über dem Portal erhalten. Von der Hofseite aus erinnert die Jahreszahl 1855 an den Neubau des Gebäudes.

Die Fassade ist sehr plastisch gestaltet. Ein kräftiges Gesims und die Form des Portalbogens und der Fenster verschönern das Gebäude. Im Innenhof befindet sich eine gläserne über drei Geschosse reichende Loggia. Heute wird der Innenhof gastronomisch genutzt.
 
 
 

Gondwanaland

Pfaffendorfer Straße 29

Den tropischen Regenwald Afrikas, Asiens und Südamerikas mitten in der Stadt erleben? Das ist in der Tropenerlebniswelt Gondwanaland des Zoo Leipzigs möglich. Auf einer überdachten Fläche von 16.500 m² leben 40 exotische Tierarten und rund 500 verschiedene Baum- und Pflanzenarten bei tropischen Temperaturen von 24 bis 26° C und einer Luftfeuchtigkeit von 65 bis 100 Prozent.

Auf verschiedensten Pfaden kann die Vielfalt und Schönheit des Dschungels erkundet werden. Einen guten Überblick bekommt man auf dem 90 Meter langen „Baumwipfelpfad“ in 12 Meter Höhe, der sich zwischen Urwaldriesen und einer Felswand durch das Dickicht spannt. Ein weiteres Highlight ist eine Bootstour auf den Urwaldfluss Gamanil, gebildet aus den Namen der großen Flüsse Ganges, Amazonas und Nil, bei der die Entstehung des Urkontinents Gondwana multimedial dargestellt wird.
 
ALBUM: Auf Tour durch die Tropenerlebniswelt GONDWANALAND
 
VIDEO: Ein Bummel durch Gondwanaland
 
 
 

Gose

Die Gose ist ein leicht säuerliches, obergäriges Weißbier, welches seinen Namen vom Flüsschen Gose hat, der durch Goslar fließt. Seinen besonderen Geschmack verdankt es der Zugabe von Kochsalz und Koriander. Somit entspricht die Gose nicht dem Reinheitsgebot und es handelt sich somit streng genommen um eine Bierspezialität.
 

Fürst Leopold I von Dessau brachte die Gose 1738 nach Leipzig. 1844 kam dann die traditionelle langhalsige, grüne Goseflasche zu ihrem ersten Einsatz. Auch später wurde die Gose in großen Fässern geliefert, um dann in den Gosenschenken auf die langhalsigen Flaschen gezogen zu werden. Da die Brauerei des Ritterguts Döllnitz bei Halle im Zuge der deutschen Reparationszahlungen 1945 von der Sowjetunion enteignet und demontiert wurde, gab es in Leipzig bis ins Jahr 1986 immer weniger und bald gar keine Gose mehr. Erst durch das Engagement von Lothar Goldhahn und seine Wiedereröffnung der Gosenschenke "Ohne Bedenken" erlebte die Gose in Leipzig eine Renaissance.
Die Gose wird inzwischen wieder in Döllnitz sowie im Bayerischen Bahnhof gebraut und in über 100 Lokalen in Leipzig ausgeschenkt. Seit 2009 ist die "Döllnitzer Rittergutsgose“ auch wieder im Einzelhandel erhältlich.

 
 
 

Gose-Wanderweg

Möchte man sich auf die Spuren der traditionellen Leipziger Bierspezialität, der Gose begeben, kann man dies zu Fuß oder per Fahrrad auf dem Gose- Wanderweg zwischen Halle und Leipzig tun. Der ca. 60 km lange Wanderweg führt über Döllnitz, Wallendorf und Klein-Liebenau quer durch die Elster-Luppe-Aue von der Burg Giebichenstein (Halle) bis zur Gosenschänke "Ohne Bedenken" in die Leipziger Innenstadt.
Sehenswerte Punkte auf der Strecke sind beispielsweise der Cospudener See, der Wildpark Leipzig, der Leipziger Zoo sowie die Pioniereisenbahn der damaligen DDR um den Auensee führt. Die entscheidensten Rastpunkte des Gose Wanderweges bilden daneben natürlich die zahlreichen Einkehrmöglich- keiten, in denen man in traditionellen Gosenschenken eine Gose genießen kann, um sich dann gestärkt wieder auf den Weg machen zu können.


Trotz alledem soll der Gose-Wanderweg kein Biermarathon werden, sondern dazu einladen die Eigenheiten des Landstriches der Halle, Merseburg und Leipzig landschaftlich verbindet, zu erleben und zu schmecken.

 
ALBUM: Zwischen Leipzig und Halle: Unterwegs auf dem Gose-Wanderweg
 
 
 

Gosenschenke Ohne Bedenken

Menckestraße 5/Poetenweg 6

In der einzigen noch existierenden Gosenschenke an historischer Stelle wird das traditionsreiche Getränk, die Leipziger Gose, ausgeschenkt. Der Name – Ohne Bedenken – geht auf den Kellner Karl Schmidt zurück. Dieser antwortete immer auf die Frage "Kann man das Gesöff Gose auch trinken?": "Ohne Bedenken."

Ausgezeichnete Alt-Leipziger Gastronomie im historischen Gewand bieten die Gaststube, der Bierkeller, das Vereinszimmer und der große Biergarten mit alten Bäumen und Grill. Er gilt als schönster Biergarten Leipzigs. Das alte Leipziger Bier - die Gose - wird pur, mit Schuss oder mit Likör ausgeschenkt. Auch durch die hausgemachte, preiswerte alt-sächsische Küche zählt  zu den besten Bierlokalen in Deutschland. Ein Original ist der Gosewirt mit seinen humorvollen Geschichten. Geboten wird auch Kleinkunst, Kabarett und Piano.

Die Gose wird immer beliebter! Nachdem die Bierspezialität wieder in über 100 Restaurants gelistet ist, erobert sie nun auch den japanischen Markt. Dort wurde sie in das Standardwerk zum Bier „Basic knowledge of beer“ aufgenommen.
 
 
 

Graphisches Viertel

Das Graphische Viertel entstand durch die Ansiedlung von Unternehmen der Buchindustrie und von Verlagen am Rande der Innenstadt Leipzigs. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges entwickelte sich hier durch die spezifische Mischung und räumliche Konzentration von Verlags- und Geschäftshäusern, Druckereien und Buchbindereien ein Standortpotential besonderer Güte. Etwa 95 Prozent aller in Leipzig angesiedelten Unternehmen der Buchbranche waren innerhalb des Graphischen Viertels angesiedelt. Durch schwere Bombenangriffe in den Jahren 1943/45 wurden knapp 70% des Graphischen Viertels zerstört.
 
 
 

GRASSI Museum für Angewandte Kunst

Johannisplatz 5-11

Das 1874 eröffnete Museum zählt zu den bedeutendsten Kunstgewerbe- museen in Europa und gilt als eines der traditionsreichsten und angesehensten Museen seiner Art. Dieses entstand aus dem Vermächtnis des Leipziger Kaufmanns und Bankiers Franz Dominic Grassi.

Die Sammlung umfasst europäische und außereuropäische angewandte Kunst von der Antike bis zur Gegenwart. Darunter sind Exponate aus Porzellan, Keramik, Glas sowie edle und unedle Metalle zahlreich vertreten. Die Textil- sammlung von frühen koptischen Geweben bis hin zu zeitgenössischen Textilien ist besonders umfangreich.

Der Kernbestand des Museums setzt sich zum größten Teil aus hochrangigen Stiftungen, Schenkungen oder Vermächtnissen bedeutender Bürger- sammlungen, wie z.B. Kunstwerke aus dem Städtischen Kunst- und Raritäten- kabinett, einem Teil des Ratsschatzes sowie Privatsammlungen zusammen.
 
ALBUM: 2013 im GRASSI Museum für Angewandte Kunst
 
 
 

GRASSI Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig

Johannisplatz 5-11

Seine Wurzeln hat das Museum eigentlich im Bosehaus als der Musikverleger und Instrumentensammler Paul de Wit dort 1886 seine Sammlung der Öffentlichkeit zugängig machte. Er wollte das Museum lebendig machen durch Konzerte in Verbindung mit den Ausstellungsstücken.

1905 verkaufte er jedoch seine Sammlung und erst 1926 konnte die Universität Leipzig sie erwerben. Mittlerweile hatte sich die Sammlung vergrößert. Die Sammlung wurde zum GRASSI Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig und in dem neugebauten GRASSI Museum untergebracht.

Das GRASSI Museum beherbergt die größte Musikinstrumentensammlung Deutschlands. Hier können die künstlerischen und experimentellen Fähigkeiten der Instrumentenbauer und deren Musikinstrumente der letzten 500 Jahre bewundert werden. Die rund 5000 Kostbarkeiten stehen sowohl der Öffentlich- keit als auch der Universität Leipzig zu Forschungszwecken zur Verfügung. Im Bestand befinden sich u.A. das älteste Clavichord (1543) und der älteste im Originalzustand erhaltene Hammerflügel der Welt (1726). Jeder Besucher kann im Klanglabor auch selbst einige Instrumente ausprobieren.
 
 
 

GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig

Johannisplatz 5-11

Das 1869 von Leipziger Bürgern gegründete GRASSI Museum für Völkerkunde zählt mit seinen 200.000 Objekten und 100.000 Fotodokumenten und weiteren Archivalien zu den bedeutendsten Völkerkundemuseen in Deutschland und Europa. Der Grundstein des Museums wurde mit dem Ankauf der umfang- reichen Privatsammlung des Dresdner Hofrates Gustav Friedrich Klemm gelegt.

Auf 4.200 m² Fläche präsentiert die Dauerausstellung Kunst und Alltag der Kulturen aller Erdteile anhand von farbenfroher Kleidung, Waffen, Schmuck und andere Accessoires. Ergänzend dazu werden ständig wechselnde Sonder- ausstellungen gezeigt. Auch ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm für Kinder, Erwachsene und Familien werden angeboten.

Im Jahr 2004 hat sich das GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig mit dem Museum für Völkerkunde und dem Völkerkundemuseum Herrnhut zusammengeschlossen zu der Einrichtung Staatliche Ethnographische Sammlungen Sachsens.
 
ALBUM: Zu Besuch im Museum für Völkerkunde
 
 
 

GRASSIMESSE

Exklusiv, spektakulär und zuweilen auch verrückt sind die Angebote auf der GRASSIMESSE. Wer sich für zeitgenössischen Schmuck, Möbel, Accessoires, Keramik, Glas, Textilien und Spielzeug interessiert und direkt beim Designer bzw. Künstler kaufen möchte, ist hier goldrichtig. Im persön- lichen Gespräch erfährt man viel über innovative Materialien, ausgefallene und teils virtuose Techniken, konzeptionelle Ideen und Formgebung.
 
ALBUM: Leipzig wird zur Design-Hauptstadt
 
VIDEO: Grassimesse setzt neue Trends im Design
 
 
 

Grassimuseum

Johannisplatz 5-11

Das Grassimuseum ist eines der größten Museumskomplexe Deutschlands und beherbergt heute drei Museen von internationaler Bedeutung: das Museum für Völkerkunde zu Leipzig, das Museum für Angewandte Kunst und das Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig. Der Gebäudekomplex wurde 1925-1929 erbaut, da das 1895 nach Entwürfen von Hugo Licht am damaligen Königsplatz errichtete Grassimuseum dem gewachsenen Raum- bedarf nicht mehr entsprach.

Die Pfeilerhalle des Grassimuseums zeigt sich nach der Rekonstruktion seit Feb. 2010 wieder in ganzer Pracht. Der repräsentative Veranstaltungsraum wurde 1927 im Art-dèco-Stil errichtet. Die Pfeilerhalle gilt als einer der schön- sten Innenräume des deutschen Art déco. Architektonisch bedeutend ist auch das Haupttreppenhaus mit 18 Fenstern aus Flachglas nach Entwürfen von Josef Albers aus 1927. Die bis zu 7 m hohen Fenster bestehen aus mundge- blasenem Überfangglas und gelten als flächengrößte Glasgestaltung der Dessauer Bauhausperiode. Beim Wiederaufbau des im 2. Weltkrieg völlig aus- gebrannten Hauses musste auf viele historischer Details verzichtet werden.
 
 
 

Grieg-Begegnungsstätte

Talstraße 10

Die Wirkungsstätte des bedeutenden Komponisten Edvard Grieg befindet sich in den ehemaligen Räumen des C.F.Peters Verlags.
Im einstigen Musiksalon auf der Beletage spielte Edvard Grieg seine neuesten Kompositionen vor. Heute finden hier Konzerte und Vorträge statt. In den sich anschließenden Räumen kann man sich über Leben und Werk des berühmten Norwegers informieren.

 Vor allem der gesellige Umgang mit Musikern und musikinteressierten Persönlichkeiten band Grieg an die Stadt Leipzig. Hier lernte er auch Johannes Brahms und Peter Tschaikowski kennen, die beide seine Freunde wurden.
Grieg stand seit Abschluss seines Studiums am Leipziger Konservatorium mit Max Abraham, dem Leiter des C.F.Peters Verlags, in enger Verbindung. 1889 schloss Grieg mit C.F.Peters einen Vertrag ab, der dem Verlag das alleinige Recht der Publikation seiner Werke sicherte.
Das Haus in der Talstraße 10 war für Grieg während der Aufenthalte in Leipzig häufig sein Domizil. Der berühmte Norweger schrieb hier seine Peer Gynt Suite Nr. 1.
 
 
 

Grimmaische Straße

Die ursprünglich Grimmaische oder Grimmsche Gasse genannte Straße war die Hauptstraße des östichen Stadtviertels. Benannt wurde sie nach dem Grimmaischen Tor, welches 1835 abgebrochen wurde. Noch bis 1951 verkehrte die Straßenbahn durch die heutige Shoppingmeile. Die Grimmaische Straße führt vom Augutusplatz direkt zum Markt. Von der Shoppingmeile gelangt man zu einigen Passagen, wie der Mädler Passage, in der sich Auerbachs Keller befindet oder der Königshaus-Passage. Auf der Promenade befindet sich auch der Eingang zum Campus der Universität Leipzig.
 
 
 

Grüner Bogen Paunsdorf

Heiterblickallee, Haltestelle Ahornstraße
 
Mit dem Grünen Bogen Paunsdorf entstand auf einem ehemals landwirtschaftlich und militärisch genutzen Arial ein 120 Hektar großer Erholungsraum am Rande der Neubausiedlung Heiterblick.
 
1999 begannen die ersten Planungen für die Gestaltung der Anlage. Seit dem Jahr 2004 werden 35 Hektar der Gesamtfläche ganzjährig durch Wasserbüffel und Wildpferde beweidet. In diesem für Leipzig einzigartigen Biotopkomplex leben seltene Tierarten wie der Moorfrosch oder der Kammmolch. Ergänzend dazu erfolgte 2010 im Bereich des Bürgerparks der erste Spatenstich für einen Landschaftssee.
 
Im Juni 2014 wurde der Bürgerpark als Teilstück des Grünen Bogens nach drei Jahren Umgestaltung fertiggestellt. Neben einem Hain aus Urwald-Mammutbäumen, zahlreichen Sitzgelegenheiten im Grünen und Sport- und Spielanlagen bildet der 1,4 Hektar große Landschaftssee das Herzstück des Bürgerparks. Auch Angler finden Plätze rund um den See, teilweise auch behindertengerecht.