Leipzig Tourismus und Marketing GmbH

Augustusplatz 9, D-04109 Leipzig
 
Stand / Druckdatum: 25.04.2017

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LEXIKON: Leipzigs Sehenswürdigkeiten von A bis Z

Ob Architektur, Museen, Parks, Veranstaltungen oder Insidertipps - im Leipzig-Lexikon haben wir viele Begriffe zusammengefasst und erweitern diese Übersicht kontinuierlich. Die Texte sind bewusst kurz gefasst. Eine Übersicht über Persönlichkeiten, die in Leipzig gewirkt haben, finden Sie zudem im Personenarchiv. Fast alle abgebildeten Fotos stehen in druckfähiger Auflösung im digitalen Fotoarchiv zum Download bereit. Weitere Eindrücke erhalten Sie anhand von Fotoalben und Videos, die wir bei Facebook oder in unserer Mediathek veröffentlicht haben. Falls Sie Kontakte zu Institutionen und Unternehmen benötigen, werden Sie im Adressenportal fündig.

Lexikon-Redaktion: Andreas Schmidt (Leiter Öffentlichkeitsarbeit/PR-Tourismus), Email: presse@ltm-leipzig.de
 
 
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Eisenbahnobelisk

Anlagen in der Goethestraße

Der schlichte Obelisk in der Goethestraße erinnert an die erste deutsche Fernbahnstrecke von Leipzig nach Dresden. Diese wurde in den Jahren 1836-39 gebaut. Zur Übergabe der Linie aus privater Hand der Leipzig-Dresdner-Eisenbahncompagnie in Staatshände im Jahr 1876 sollte ein Denkmal errichtet werden.

Der Entwurf stammt vom Architekten Carl Gustav Aeckerlein und der Standort in den Anlagen der Goethestraße wurde auf Grund der Bahnhofsnähe gewählt. Erst war der Bahnhofsvorplatz erwogen worden, welcher jedoch kein Stadteigentum war und deshalb nicht in Frage kam.

Der Obelisk ist überlebensgroß und besteht aus Rochlitzer Porphyr. Die Inschrift der Westseite zur Goethestraße hin, besagt „Leipzig-Dresdner/ Eisenbahn“.
Auf allen vier Seiten sind Metalltafeln mit der Inschrift „ERSTE GROSSE/ VERKEHRSBAHN DEUTSCHLANDS./ ERSTE LOCOMOTIVBAHN SACHSENS./ WURDE ANGEREGT 1833 DURCH/ FRIEDRICH LIST,/ INS LEBEN GERUFEN DURCH BÜRGER LEIPZIGS/ ALBERT DUFOUR-FERONCE,/ GUSTAV HARKORT,/ CARL LAMPE,/ WILHELM SEIFFERTH.“
 
 
 

Elsapark

Kohlgartenstraße, Elsastraße
 
In Betrachtung des Leipziger Ostens aus der Vogelperspektive ist an mancher Stelle – beispielsweise an der Kohlgartenstraße, dem Rabet und dem unteren Teil der Herrmann-Liebmann-Straße – eine ungewöhnliche gewundene Straßenführung erkennbar. Diese enthüllt den Verlauf der Rietzschkeaue, die früher auch durch Leipzigs Neuschönefeld floss.
 
Das Gelände des Elsaparks blieb als Talrest unbebaut und liegt, im Gegensatz zu den umliegenden Straßen, abgesenkt. Durch Rampen und Freitreppen wurde die Senke zugänglich gemacht. Zunächst handelte es sich um einen privaten Park der Familie Schwabe. Carl Emil Willmar Schwabe (1839-1917) war ein Leipziger Apotheker, Stadtbezirksarzt und Unternehmer der Arzneibranche. Im Jahr 1939 wurde der Park zu einer öffentlichen Grünfläche.
 
Der Elsapark ist eine urbane Grünanlage, die in den letzten Jahren sorgsam in Stand gesetzt wurde. Neben Tischtennisplatte und Basketballplatz wurde auch der Spielplatz mit einer neuen Ausstattung versehen. Eine Kletterburg mit Rutsche, Schaukel, Hangelringe und Hängebrücke laden zum Spielen ein.
 
 
 
 

Erstes Gewandhaus

Kupfergasse

Auch wenn das heutige Gewandhaus mit dem ursprünglichen Namen nichts mehr gemein hat, so war das Erste Gewandhaus tatsächlich eine Kaufhalle der Tuchmacher. Es wurde im 15. Jahrhundert errichtet und war ein dreiflügliges Gebäude zwischen Gewandhausgäßchen und Kupfergasse. Im Erdgeschoss wurden außerdem bis 1828 die stadteigenen Waffen und Rüstungen aufbewahrt, weshalb das Gewandhaus auch ein Zeughaus war.
Im Ersten Gewandhaus ließ die Stadt den ersten Leipziger Konzertsaal errichten, wo ab 1781 die "Großen Concerte" stattfanden. Zuvor wurden diese bis 1778 im Gasthaus "Zu den drei Schwanen" abgehalten. Der Konzertsaal trug wesentlich zu Rang und Namen bei. Er war ganz aus Holz gefertigt und das Obergeschoss des Zeughauses hineingesetzt und wirkte selbst wie ein Musikinstrument. 500 Zuhörer fanden hier Platz und konnten Mozarts einziges Leipziger Gastspiel oder Clara Wiecks ersten öffentlichen Auftritt erleben.
Die Nachfrage nach diesen Konzerten wuchs rasant und man veränderte den Konzertsaal mehrmals, um weitere Zuhörerplätze zu schaffen. Dabei büßte der Raum jedes Mal ein Stück seines guten Klanges ein und man entschied sich schließlich dazu, ein neues Konzerthaus zu errichten. Das erste Gewandhaus wurde 1894 abgebrochen und an seiner Stelle das "Städtische Kaufhaus" erbaut.
 
 
 

euro-scene Leipzig


Die euro-scene Leipzig, Festival zeitgenössischen europäischen Theaters, findet jährlich im November statt. Sie wurde 1991 gegründet und ist eines der wichtigsten Festivals seiner Art für innovative Tanz- und Theaterproduktionen in Europa.
Unter der Leitung der Festivaldirektorin Ann-Elisabeth Wolff werden jährlich etwa 12 Gastspiele aus zehn Ländern in rund 25 Vorstellungen und zehn Spielstätten präsentiert. Dazu gehören Tanz- und Sprechtheater ebenso wie Performances und musikalische Bühnenformen sowie ein Stück für Kinder.
 
 
 

Europahaus

Augustusplatz 7

1928 wurde das Europahaus als zweites Hochhaus nach dem Krochbau gebaut. Die Pläne dafür machte der Leipziger Architekt Otto Paul Burkhardt.

Es ist nicht wie das Kroch-Hochhaus an historischen Vorgängern orientiert, sondern ganz der Moderne zugetan. Dabei wurde auf die Monumentalität, die in Amerika praktiziert wurde, verzichtet. Der Architekt legte Wert darauf, dass das Hochhaus in das Stadtbild Leipzigs passen würde.

Das Europahaus überragt mit seinen 54 Metern Höhe seinen Vorgänger nur um 13 Meter. Es beherbergt einen 13-geschossigen turmartigen Mittelbau und zwei sieben-geschossige Seitenflügel. Die Fassade ist mit Muschelkalkplatten versehen. 1965 wurde die Eingangshalle bei einem Umbau mit Pfeilarkaden geschmückt. Bei dem Umbau ging allerdings die gastronomische Nutzung der Dachterrasse verloren.

Das Haus wurde nicht mit Ornamenten oder anderen Schnörkeln verziert. Das einzige Element, das der Verschönerung dient, ist die horizontale Beschriftung „Europahaus“ zwischen der sechsten und siebten Etage. Ansonsten betonen nur die Pfeiler zwischen den Fenstern die vertikale Ausrichtung.
 
 
 

Evangelisch-Reformierte Kirche

Tröndlingring 7

Im 19. Jahrhundert war es üblich Häuser mit Ecktürmen aufzuwerten. Allerdings war es einzigartig, dies mit einem Kirchturm zu tun. Kirchen sind zum größten Teil freistehende Gebäude und selten in einen Häuserblock integriert. Am Tröndlingring jedoch wurden all diese Normalitäten verworfen und so entstand 1896-99 die Kirche, die Predigerhaus und Kirche in einem Gebäude vereinte.

Der Entwurf für dieses ungewöhnliche Gebäude stammt von den Architekten Gerhard Weidenbach und Richard Tschammer. Sie nannten ihren Entwurf „Frührenaissance“ und gewannen auf der Pariser Weltausstellung von 1900 einen Preis. Sie nahmen sich für den Bau die Leipziger Renaissance zum Vorbild und wählten Sandstein für die Fassade. Die zum Tröndlingring zeigende Seite ist mit einem Staffelgiebel versehen.

Der Giebel ist mit dem Siegel der reformierten Gemeinden, einem ausschlagenden Baumstumpf und dem Wahlspruch „Deus Det Incrementum“, was Gott gebe Wachstum bedeutet, versehen. Ausgestattet ist die Kirche mit einem 67 Meter hohen Turm und Schmuckelementen, wie Erkern, Baldachinen, Balustraden und Balkonen.