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Stand / Druckdatum: 26.03.2017

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LEXIKON: Leipzigs Sehenswürdigkeiten von A bis Z

Ob Architektur, Museen, Parks, Veranstaltungen oder Insidertipps - im Leipzig-Lexikon haben wir viele Begriffe zusammengefasst und erweitern diese Übersicht kontinuierlich. Die Texte sind bewusst kurz gefasst. Eine Übersicht über Persönlichkeiten, die in Leipzig gewirkt haben, finden Sie zudem im Personenarchiv. Fast alle abgebildeten Fotos stehen in druckfähiger Auflösung im digitalen Fotoarchiv zum Download bereit. Weitere Eindrücke erhalten Sie anhand von Fotoalben und Videos, die wir bei Facebook oder in unserer Mediathek veröffentlicht haben. Falls Sie Kontakte zu Institutionen und Unternehmen benötigen, werden Sie im Adressenportal fündig.

Lexikon-Redaktion: Andreas Schmidt (Leiter Öffentlichkeitsarbeit/PR-Tourismus), Email: presse@ltm-leipzig.de
 
 
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Altes Bachdenkmal und Neues Bachdenkmal

Thomaskirchhof

Das Alte Bachdenkmal wurde 1843 errichtet. Initiator und Stifter Felix Mendelssohn Bartholdy hatte es durch Benefizkonzerte finanziert. Ausgeführt wurde Eduard Bendemanns Entwurf vom Leipziger Bildhauer Hermann Knaur und dem Steinmetzmeister Friedrich Moritz Hiller. Es besteht aus Sandstein in Form eines Tabernakels, das auf Bündelpfeilern steht. Die Büste von Johann Sebastian Bach befindet sich in der Nordseite des Denkmals zwischen den schlanken, gedrehten äußeren Säulen. An den anderen drei Seiten befinden sich Reliefe, die Bach als Lehrer, Orgelspieler und Schöpfer geistlicher Musikwerke zeigen.

Am 17. Mai 1908 wurde das Neue Bachdenkmal von Bildhauer Carl Seffner vor dem Südportal der Thomaskirche enthüllt. Es stellt Johann Sebastian Bach am Hauptort seines Wirkens als Thomaskantor und Stadtmusikdirektor vor einer Orgel stehend dar. Der Bronzeguss zeigt auf der Rückseite der Orgel ein Flachrelief, welches die Ansicht der alten, 1902 abgebrochenen Thomasschule der Bachzeit abbildet. Es steht 50 Meter entfernt vom Alten Bachdenkmal, welches sich westlich in den Anlagen der Ringpromenade befindet.
 
 
 

Bach über Leipzig

Zur Einstimmung auf das Bach-Jahr 2000 installierte der Schweizer Künstler Silvan Baer am 4. Januar 2000 ein überdimensionales Bach-Portrait in der Leipziger Innenstadt. Initiiert wurde das Kunst-Projekt vom Leipzig Tourist Service e.V. (LTS) gemeinsam mit der Stadt Leipzig und zahlreichen Sponsoren. Die 79 Meter hohe Installation bestand aus 3000 Rasterpunkten (rote Polyester-Fähnchen) und hing zwischen City-Hochhaus und Schillerpark. Mit einer Fläche von 4266 Quadratmetern war es das weltweit größte freihängende Künstlerportrait. Bach schaute sozusagen in jeden Winkel der Stadt Leipzig, wo er 27 Jahre lebte und seine bedeutendsten Werke schrieb.
 
 
 
 

Bach-Archiv

Thomaskirchhof 16

Das Bach-Archiv Leipzig ist ein Zentrum der internationalen Bach-Forschung. Es umfasst ein Forschungsinstitut, das sich wesentlich der Grundlagen- forschung widmet sowie eine wissenschaftliche Bibliothek mit umfangreichen Quellen- und Spezialsammlungen zum Thema Johann Sebastian Bach.

Im Bosehaus am Thomaskirchhof befindet sich das Bach-Museum, das sich vor allem dem Leben und Wirken des Komponisten in Leipzig widmet sowie ein künstlerisches Betriebsbüro, das unter anderem für die Durchführung des Bachfestes und des zweijährlichen Bach-Wettbewerbs Leipzig verantwortlich ist. 

Das Bach-Archiv ist Mitglied der Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen und leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Musikstadt Leipzig, deren kulturelle Identität der Name Bach maßgeblich prägt. Seit 2001 wird das Bach-Archiv in einer vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien erstellten Studie zu den "wichtigsten gesamtstaatlich bedeutsamen Kultureinrichtungen" in den Neuen Bundesländern gezählt.
 
 
 

Bach-Museum

Thomaskirchhof 16

Das Bach-Museum widmet sich vor allem dem Leben und Wirken des Komponisten Johann Sebastian Bach in Leipzig und befindet sich im Bosehaus. Hier werden Musikalien, Dokumente, Kunstwerke und Möbel aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts ausgestellt. Behandelt wird Bachs Tätigkeit als Thomaskantor und städtischer Musikdirektor sowie seine Zusammenarbeit mit dem studentischen Collegium Musicum. Auch das Familienleben Johann Sebastian Bachs ist Teil der Ausstellung.
 
Kostenlose Audioguides in deutscher und englischer Sprache sowie ein Hörkabinett liefern Musikbeispiele und Erläuterungen. Darüber hinaus werden öffentliche Führungen und ein museumspädagogisches Programm für Kinder und Jugendliche angeboten.
Das Bosehaus ließ der Handelsherr Georg Heinrich Bose 1709/11 im Barockstil umbauen. Die Familien Bach und Bose waren trotz beträchtlicher sozialer Unterschiede eng befreundet und musizierten oft gemeinsam. 
 
VIDEO: Living Bach
 
 
 

Bachfest Leipzig

Weltweit ist das Bachfest Leipzig, das jährlich um Christi Himmelfahrt stattfindet, einzigartig. Bei diesem internationalen Musikfestival gestalten renommierte Interpreten an den authentischen Wirkungsstätten Bachs ein Programm, das den Bogen vom 17. Jh. bis in unsere Zeit spannt. Jährlich steht es unter einem anderen Motto und bietet auch Open-Air-Veranstaltungen an.

Von 1723 bis zu seinem Tod 1750 in Leipzig tätig, war Johann Sebastian Bach für die Gottesdienste und besonderen kirchlichen Festlichkeiten an St. Nikolai und St. Thomas verantwortlich.
 
 
 

Bachtaler

1999 erschuf der Leipziger Konditormeister René Kandler anlässlich des Bachjahres 2000 als besondere sächsische Konditorkunst den Bachtaler.

Diese Leckerei wird in Handarbeit gefertigt und besteht aus einer Kuvertüreschale, gefüllt mit Canachecreme, einer Verbindung von Sahne und Buttercreme. Außerdem wird Moccanougat verwendet.
Den Kern der Bachtaler bildet eine im Haselnussmürbeteig eingeschlossene Kaffeebohne, die ein besonders überraschendes Geschmackserlebnis verspricht.

Der originale Bachtaler kann in den Filialen des traditionsbewussten Cafés Kandler genossen werden. Diese sind im Stadtzentrum an der Thomas- oder Nikolaikirche, am Pier 1 im Zöbinger Hafen des Cospudener Sees und im Zoo Leipzig zu finden.
Passend zum Bachtaler sollte man das Kaffeegedeck mit einem cremig-leckeren Stück Bachtorte und einer aromatischen Tasse Bachkaffee komplettieren. Im Café Kandler, das den Charme eines typischen Leipziger Kaffeehauses versprüht, lassen sich auch andere Leipziger Gaumenfreuden finden, so zum Beispiel die Leipziger Lerchen.
 
 
 

Balloon Fiesta

Seit dem Auftakt 1995 in Mügeln können die Besucher alljährlich in Leipzig ein imposantes Veranstaltungsprogramm miterleben. Der Eintritt ist kostenlos. Zu den romantischen Highlights des Events gehört nach Einbruch der Dunkelheit das Ballonglühen. Das umfangreiche Rahmenprogramm bietet an allen Tagen für die Schaulustigen besondere Erlebnisse. So zeigen Fallschirmspringer und Modellballone in Wett- bewerben ihr Können. Riesendrachen gehören ebenso zum vergnüglichen Teil. Für die Ballonfahrer selbst stehen verschiedene Wettbewerbe, darunter Fuchsjagd oder Keygrab, auf dem Programm.
 
ALBUM: Leipzig steigt auf
 
 
 

Barthels Hof

Hainstraße 1

Barthels Hof ist der letzte erhaltenen Durchgangsmessehof aus den Zeiten der Warenmesse. Er wurde mit Hof und Durchgang zur Kleinen Fleischergasse 1747 bis 1750 von George Werner im Auftrag des Kaufmanns Gottlieb Barthel erbaut. Die geräumige Durchfahrt, die noch heute erhalten ist, wurde erst bei dem Umbau in den Jahren 1870/71 realisiert.

Im barocken Innenhof des Barthels Hof fanden früher eigene Märkte statt. Erkennbar sind dort heute noch die Lastenaufzüge, mit denen die Handelsware auf die Magazinböden gezogen wurde, die ausgebauten Dachgeschosse dienten als Warenspeicher. Somit war Barthels Hof ein Mehrzweckbau der auch Kaufkammern, Messegewölbe, Ställe, Remisen und sogar Festsäle beherbergte. 

Die neobarocke Straßenfassade wurde ebenfalls 1870/71geschaffen, dabei wurde die Renaissance-Fassade des Hauses Zur Goldenen Schlange an die Hofseite versetzt. Der Sandsteinerker des Hauses Zur Goldenen Schlange ist auf 1523 datiert und gilt als das älteste erhaltene Fragment einer Leipziger Bürgerhausfassade. Er wird von zahlreichen biblischen Sprüchen geziert, die den Erker zu einem Zeugnis katholischer Frömmigkeit machen.
 
 
 

Baumwollspinnerei

Spinnereistraße 7

Die am 21.6.1884 gegründete Leipziger Baumwollspinnerei AG erwarb für 123.200 Mark ein 59.000m² großes Areal längs der Alten Salzstraße von Dr. Karl Heine. Mit fünf Spinnstühlen wurde 1884 die Produktion aufgenommen. 1887 verarbeiteten 318 Arbeiter und Arbeiterinnen in einer wöchentlichen Arbeitszeit von bis zu 77 Stunden insgesamt 6.200 Ballen Baumwolle zu mehr als 1 Mio. kg Garn. Nach nur 25 Jahren hatte sich die Leipziger Baumwollspinnerei zur größten Spinnerei des Kontinents entwickelt.

Nach 1989 folgte der Niedergang und die Schließung des Betriebs. Heute sind in der alten Fabrikstadt mit dem besonderen Flair Galerien, Ateliers, Werkstätten, Architekten, Designer, ein Kino, ein Theater und noch weitere kulturelle Einrichtungen angesiedelt. Die ehemalige Baumwollspinnerei ist nach der Umnutzung zu einer der interessantesten Produktions- und Ausstellungsstätten für zeitgenössiche Kunst in ganz Europa geworden.
 
 
 

Bauwens-Haus

Burgplatz 2

Nach der Wiedervereinigung 1990 hofften viele Leipziger auf einen Aufschwung und eine Verbesserung des immer noch vom Zweiten Weltkrieg geschädigten Stadtbilds. Ein gutes Beispiel moderner Architektur ist der prägende Neubau des Bauwens-Hauses am Burgplatz. Das Gebäude wurde von Gerd Heise für den Immobiliendienstleister Bauwens aus Köln entworfen. Der Bau transportiert typische Leipziger Bauelemente in die Gegenwart. Als zweckgerichteter Bau lenkt er auch nicht vom gegenüberliegenden Neuen Rathaus ab.

Das Bauwens-Haus ist ein fünfeckiges Büro- und Geschäftshaus, das eher kleinteilig strukturiert ist. Durch die nach hinten weg gehenden Flügel des Gebäudes wirken sie wie selbstständige Häuser. Die Pfeiler, welche über die ersten beiden Geschosse reichen, sind mit Granit verkleidet.

Auffällig und einprägsam ist die Glasfassade des Bauwens-Hauses. Sie besteht aus einer Stahl-Glas-Konstruktion, welche über dem zweigeschossigen Sockel leicht konvex in den Stadtraum hinein gewölbt ist. Besonders schön ist der Innenhof, welcher von einem filigranen Stahl-Glas-Tonnengewölbe umfasst wird und lichtdurchfutet ist.
 
 
 

Bayerischer Bahnhof

Bayrischer Platz 1

Er ist der älteste, in seiner ursprünglichen Anlage noch erhaltene Kopfbahnhof der Welt. Mit der Übernahme der "Sächsisch-Bayerischen Eisenbahn" durch den sächsischen Staat im Jahre 1847 wurde der am 19.9.1842 in Betrieb genommene Bayerische Bahnhof zum ersten Staatsbahnhof auf deutschem Boden. Der nach Plänen des Leipziger Architekten Eduard Pötzsch errichtete Bahnhof gilt, aufgrund seines von italienischer Architektur beeinflussten Empfangsgebäudes, als spätklassizistisches Beispiel Leipziger Baukunst.

1975 wurde er zum technischen Denkmal erklärt und 1990/91 restauriert. Dank Investitionen der Deutschen Bahn AG und eines neuen Betreibers wurde auch der Gebäudekomplex saniert, so dass am 19.7.2000 hier das Restaurant Gasthaus & Gosebrauerei-Bayerischer Bahnhof eröffnen konnte. Hier wird die Bierspezialität Original Leipziger Gose in der hauseigenen Brauerei hergestellt.

Ab 2013/14 schafft der City-Tunnel eine direkte Schienenverbindung zwischen dem Südraum der Stadt und dem Hauptbahnhof. Der Bayerische Bahnhof erhält damit seine Bedeutung als Knotenpunkt für den Regionalverkehr zurück.
 
 
 

Beach & Boat

Auf der beliebten Messe können sich Sportbegeisterte, Neueinsteiger und Familien über Innovationen und Trends des Wassersportmarktes informieren. Ob Wasserwandern in heimischen Gebieten oder Segeltörns in fernen Gewässern: Die Wassersportmesse präsentiert jährlich im Frühjahr die ganze Bandbreite vom Kanu über Surfbrett bis zum großen Motorboot. Live-Vorführungen im Pool und im Tauchbecken, darunter der internationale Wake the Pool- Contest, machen den Wassersport erlebbar und Lust auf den Sommer. Auch neue Trendsportarten wie das Stand-Up-Paddling werden präsentiert.

Die Beach & Boat fand 2009 zum ersten Mal statt. Sie bietet seitdem jährlich, platziert inmitten der aufstrebenden Wassergebiete von Leipziger Neuseenland und Lausitzer Seenland, Einsteigern ein breites Angebot. Im Jahr 2014 arbeitet die Beach & Boat erstmals mit einer Partnerregion zusammen, das für seine einmalige Wasserlandschaft bekannte Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Die Messe unterteilt sich in die Erlebnisbereiche classic, nature und fun.
 
VIDEO: Zu Besuch auf der Beach & Boat
 
ALBUM: Frühlingsgefühle auf der Messe
 
 
 

BELANTIS - Das AbenteuerReich

Zur Weißen Mark 1

BELANTIS gehört zu den Top- Ausflugszielen für Familien und Schulklassen in Mitteldeutschland. Mehr als eine halbe Million Besucher zieht es jährlich hier her. Damit ist BELANTIS die Nummer eins in den Neuen Bundesländern.

Im Leipziger Neuseenland nahe des Cospudener Sees gelegen, bietet das AbenteuerReich eine Reise durch acht historische Themenwelten: Schloss BELANTIS, Tal der Pharaonen, Land der Grafen, Insel der Ritter, Küste der Entdecker, Strand der Götter, Prärie der Indianer und Reich der Sonnentempel.

2003 wurde das AbenteuerReich eröffnet und bietet die richtige Mischung aus Spaß und Entspannung: für die Mutigen Europas härteste Achterbahn "HURACAN", für Kinder den Wasserspielplatz oder die Piratenprüfung. Aber auch einzelne Shows begeistern große und kleine Gäste.
 
VIDEO: Ausflug in das Neuseenland und Besuch von BELANTIS
 
ALBUM: Ein Wochenende in BELANTIS
 
 
 

Bergbau-Technik-Park

Am Westufer 04463 Großpösna

Rund um die Messe- und Kulturmetropole Leipzig wurde die Braunkohle bis zum Ende der 1980er Jahre in riesigen Mengen abgebaut, abtransportiert und verarbeitet. Insgesamt 20 Tagebaue, 27 Brikettfabriken und 8 Großkraftwerke gaben tausenden Menschen Arbeit und versorgten die Anwohner mit Strom und Benzin. Der Bergbau-Technik-Park zeigt unter anderem echte Abraumbagger außer Dienst. Schaufelradbagger, Förderbänder und Absetzer gewähren einen authentischen Einblick in die Vergangenheit.
 
 
 

Bibliotheca Albertina (Universitätsbibliothek)

Beethovenstraße 6

Die Universitätsbibliothek Leipzig ist eine der ältesten Bibliotheken in Deutschland.

Das Gebäude wurde 1887-1891 nach einem Entwurf von Arwed Roßbach im Neorenaissancestil im sogenannten Musikviertel errichtet. Roßbach war als Sieger mit seinem Entwurf "Philadelphos" aus dem im Juni 1885 ausgeschriebenen Universitätsbibliotheks-Wettbewerb hervorgegangen.
Ihr Name "Bibliotheca Albertina", eine Referenz an den säschsischen König Albert von Sachsen, ist noch heute in großen Lettern am Architrav über dem Eingangsportal zu lesen. An der reichen bildkünstlerischen Gestaltung der Sandsteinfassade waren namenhafte Bildhauer wie Josef Kaffsack und Adolf Lehnert beteiligt.

Die Universitätsbibliothek verfügt über knapp 5 Mio. Bände, 173.000 Autographen sowie 80.000 Münzen und Medaillen. Neben der Hauptbibliothek in der Beethovenstraße gehören zur Universitätsbibliothek insgesamt 22 Zweigstellen in Fakultäten und Instituten.
 
 
 

Bierbörse


Sachsens größtes Bierfestival findet auf der traditionellen Veranstaltungsfläche vor dem Völkerschlachtdenkmal statt. Auf 20.000 Quadratmetern errichten rund 90 Aussteller aus dem In- und Ausland ihre Brauereistände und Bier- gärten. Traditionsgemäß wird die Veranstaltung am Freitag von der Kommunal- garde zu Leipzig sowie weiteren Gästen eröffnet. Dann können sich die Besucher wieder drei Tage lang einer Bierauswahl mit ca. 800 verschiedenen Sorten aus allen Kontinenten widmen. Im überdimensionalen Biergarten wird die Leipziger Bierbörse auf zwei Open Air Bühnen musikalisch umrahmt.
 
 
 

BIO CITY Leipzig

Deutscher Platz 4

Die BIO CITY in Leipzig ist eines der modernsten Zentren für Biotechnologie und Biomedizin Deutschlands. Das 2003 fertiggestellte Gebäude befindet sich auf einer Fläche von 20.000 qm am Deutschen Platz.
Dem Bauwerk gelingt es, den Platz, der nach der Eröffnung der Deutschen Bücherei im Jahre 1916 fast ein Jahrhundert ein städtebaulicher Torso geblieben war, weiter Gestalt zu geben. Die Architekten Spengler - Wiescholek aus Hamburg erhielten 2003 den "Architekturpreis der Stadt Leipzig zur Förderung der Baukultur".

In dem Gebäudekomplex haben neue wissenschaftliche Arbeitsgruppen der Universität Leipzig und Unternehmen der Biotechnologie/-medizin ihren Sitz. Der Standort nahe der Deutschen Nationalbibliothek, des Max-Planck-Instituts und des Frauenhofer Instituts symbolisiert die Philosophie der BIO CITY Leipzig: die Verbindung von Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung zu einem funktionierenden Netzwerk.

BIO CITY Leipzig ergänzt das in der BioRegion Sachsen bestehende Netzwerk biosaxony, das derzeit aus über 60 Unternehmen und 36 biotechverwandten Forschungseinrichtungen sowie 10 Pharmaunternehmen gebildet wird.
 
 
 

BMW Werk Leipzig

BMW Allee 1

Im Jahr 2005 wurde das BMW Werk Leipzig eröffnet. Dazu erhielt Leipzig am 18. Juli 2001 den Zuschlag. Für den Standort sprachen unter anderem die gute Infrastruktur und die Nähe zu bereits vorhandenen Zulieferstrukturen. Beginnend mit der BMW 3er Limousine wird seit März 2005 in dem neuen Werk in Serie produziert. Die Produktionskapazität beträgt täglich bis zu 740 Fahrzeuge. Auf dem Leipziger Werksgelände arbeiten rund 5.200 Beschäftigte. Seit 2010 wurde das Unternehmen zusätzlich zu einem Produktionszentrum für Elektromobilität ausgebaut.

Als Besucher erhält man bei einem geführten Rundgang ausführliche Einblicke in die Fahrzeugproduktion. Hierbei erfährt man Interessantes, angefangen vom Zusammenschweißen der Stahlteile zur Karosserie über die Lackierung bis hin zur individuellen Ausstattung der Fahrzeuge. Innerhalb von 2,5 Stunden erlebt der Besucher, wie die Präzisonsarbeit der über 800 Roboter im Karosseriebau funktioniert. Auf einer Strecke von etwa 4 km gelangt man in die verschiedenen Produktionsbereiche des Werks und kann dabei viele Eindrücke sammlen. Die Werksführunungen finden bei laufender Produktion statt und ermöglichen den Interessenten ein authentisches Erlebnis.
 
 
 

Bosehaus

Thomaskirchhof 16

Das Bosehaus ist das älteste erhaltene Gebäude am Thomaskirchhof. Das Grundstück, auf dem es steht, gehörte im 13. Jahrhundert zum Areal des Thomaskirchhofs. Nach mehrfachem Besitzerwechsel kam das Bosehaus 1710 an den Handelsherr Georg Heinrich Bose, der dieses im Barockstil umbauen ließ.

Von 1723 bis zu seinem Tod im Jahre 1750 wohnte der Kantor und Stadtmusikdirektor Johann Sebastian Bach mit seiner Familie im Bosehaus, die mit der Familie ein freundschaftliches Nachbarschaftsverhältnis verband. Nach 1745 unterhielt Johann Christoph Richter hier auch eine beliebte Naturaliensammlung.

Nach Renovierungen zum ursprünglichen Erscheinungsbild des Bosehauses, wie es zu Bach-Zeiten war, beherbergt das traditionsreiche Haus das Bach-Museum und das Bach-Archiv. Das Bach-Museum widmet sich vor allem dem Leben und Wirken des Komponisten Johann Sebastian Bach in Leipzig. Hier werden Musikalien, Dokumente, Kunstwerke, Musikinstrumente und Möbel aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts ausgestellt.
 
 
 

Botanischer Garten

Linnéstraße 1

Der Hortus Botanicus Lipsiensis ist mit seiner über 400 jährigen Geschichte der älteste botanische Garten Deutschlands. Er ging aus einem Heilpflanzengarten des Dominikanerklosters „St. Pauli“ hervor. 1542 wurde er durch Herzog Moritz von Sachsen der Universität Leipzig übereignet. Durch die Schenkung erhielt die medizinische Fakultät die Erlaubnis zur Einrichtung eines Hortus medicus (Sammlung von Heil-, Gewürz- und anderen Nutzpflanzen).

Der botanische Garten ist primär eine Ausbildungs- und Forschungsstätte des Instituts für Biologie der Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie. Mit dem Schmetterlingshaus kann er auch eine tierische Attraktion aufweisen: Schmetterlinge können aus nächster Nähe und in einer naturähnlichen Umgebung erlebt werden.

Der Botanische Garten lockt mit ca. 9.000 Pflanzenarten auf den 3 Hektar großen Freiflächen jährlich über 100.000 Besucher an und ist ein Muss für Naturliebhaber. Seit einigen Jahren gehören der im benachbarten Friedenspark gelegene Apothekergarten sowie der Duft-und Tastgarten ebenfalls dazu.
 
 
 

Brühl Arkade

Brühl 33/ Richard - Wagner Straße

Die in den Neubau des Marriott-Hotels eingefügte Brühl Arkade entstand 1998 nach den Plänen der Architekten Wittstock & Partner. Sie bildet einen gelungenen architektonischen Beitrag zum Thema Leipziger Passagen. Ein dreigeschossiger Balkonerker betont den Passagenzugang am Brühl.

Die Passage wechselt zwischen flachen Durchgängen und überglasten hellen Lichthöfen. Teile der Passage wurden vom Künstler Michael Fischer-Art mit großformatigen Bildern dekoriert. Hier befindet sich das „Gläserne Atelier“ von Michael Fischer-Art. Interessenten können seine Bilder aus erster Hand kaufen. Den passenden Rahmen sowie Kunstpostkarten, Gemälde etc. findet man im Kunststück. Das Fachgeschäft Kießling für Erzeugnisse aus Spitze ist schon seit über 150 Jahren in Leipzigs Innenstadt vertreten und verkauft seine originalen Handarbeiten.

Die großzügige Architektur des siebengeschossigen Gesamt-Ensembles mit Hotel, Büro- und Ladenflächen ist hell und freundlich. Der lichte, begrünte Innenhof gibt den Blick frei auf eine Oase der Ruhe mitten in der Stadt.
 
 
 

Brunnen "Badendes Mädchen"

Altes Rathaus

Der Brunnen „Badendes Mädchen“ steht in einer Nische im Laubengang des Alten Rathauses an der marktwärts gerichteten Fassade, links neben dem Eingang. 1909 wurde diese Brunnenplastik von Johannes Hartmann geschaffen. Das nackte Mädchen kniet halb auf einem Baumstumpf und stemmt beide Hände in ihre Hüften.

1992 wurde die Plastik gestohlen. Nach fotografischer Vorlage von Prof. Klaus Schwabe konnte der Brunnen jedoch rekonstruiert werden. Seit der Neuinstallation im Dezember 2000 zeigt sich der Brunnen wieder in ähnlicher Gestalt zum Original.

Das Pendant zum "Badenden Mädchen" bildet der "Knabe mit Schwamm" vom Bildhauer Carl Seffner geschaffen. Beide Brunnenanlagen wurden 1909 anlässlich der umfassenden Renovierung des Alten Rathauses errichtet. Seit dieser Zeit wird hier das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig beherbergt.

Der Durchgang, der beide Brunnen verbindet, führt vom Marktplatz bis zum Naschmarkt. Dieser wurde im Jahr 1556 im Zusammenhang mit dem Neubau des Rathauses angelegt.

 
 
 

Brunnen "Knabe mit Schwamm"

Altes Rathaus

Im Durchgang des Alten Rathauses links in einer Nische steht der „Knabe mit Schwamm". Der Entwurf dieser Brunnenplastik stammt von Carl Seffner, der auch das Goethe-Denkmal und das Bach-Denkmal schuf.

Das Denkmal zeigt einen jungen Knaben, der auf einer nachgebildeten Muschel steht und sich einen nassen Schwamm über seinem Kopf ausdrückt. Es handelt sich hierbei um eine Bronzefigur. Im Volksmund wird der Knabe auch Matschfritzchen genannt.

Nur wenige Meter vom „Badenden Knaben“ entfernt wurde in einer Nische der marktwärts gerichteten Fassade des Alten Rathauses das weibliche Gegenstück, der Brunnen „Badendes Mädchen“, installiert.
Beide Brunnenanlagen wurden 1909 anlässlich der umfassenden Renovierung des Alten Rathauses errichtet.

Ein Durchgang in den Arkaden im Alten Rathaus verbindet beide Zierbrunnen miteinander. Er führt vom Marktplatz bis zum Naschmarkt, wo man wiederum den Löwenbrunnen findet.
 
 
 

Brunnen auf dem Nikolaikirchhof

Zwischen Nikolaikirche und der Alten Nikolaischule

Neben der Gedenksäule und der Lichtinstallation bildet der Granit-Brunnen von David Chipperfield das Kernstück des Nikolaikirchhofes. 2003 wurde der Brunnen, von der Stiftung "Lebendige Stadt" gespendet, zum Gedenken an die Friedliche Revolution aufgestellt. Die kreisrunde Brunnenschale steht auf einem Sockel und hat einen Durchmesser von 3,30 m. Das Wasser reicht bis zum Rand und läuft bei Berührung über. Es heißt, der randvolle Brunnen symbolisiert den „Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt“.

 
 
 

Brunnenplastik "Pusteblumen"

Richard-Wagner-Platz

Die 3 m hohen Brunnenplastiken wurden vom Leipziger Bildhauer Harry Müller entworfen und standen von 1972-1999 auf dem Sachsenplatz. Wegen ihrer Form werden die Stahlbrunnen auch liebevoll "Pusteblumen" genannt. Seit Mai 2013 zieren sie den Richard-Wagner-Platz, der anlässlich des 200. Geburtstags von Wagner errichtet wurde. Der Platz befindet sich direkt vor dem ehemaligen Konsument-Kaufhaus am Brühl, auch als Blechbüchse bekannt, das ebenfalls einem Entwurf von Müller entstammt.


 
 
 

Buchmesse und Literaturfestival "Leipzig liest"

Die Leipziger Buchmesse ist nach der Buchmesse in Frankfurt die zweitgrößte Buchmesse Deutschlands. Sie findet jährlich Mitte März auf dem Leipziger Messegelände statt und gilt als erster großer Branchentreff des Jahres mit der Präsentation der Neuerscheinungen des Frühjahrs als wichtiger Impulsgeber für den Büchermarkt.
Die Geschichte der Buchmesse geht bis ins 17. Jahrhundert zurück und besonders im 18. Jahrhundert bildete Leipzig mit seinen zahlreichen Verlegern das Zentrum des deutschen Buchhandels.

Seit 1991 findet im Rahmen der Messe außerdem Europas größtes Lesefest "Leipzig liest" statt.

In 2.600 Veranstaltungen, an über 350 Orten können die Besucher des Lesefestes bekannte und unbekannte, laute und leise, "neue" und "alte" Autoren, Künstler und andere Literaturfreunde hautnah erleben.
Das Bild der Messe wird außerdem durch zahlreiche "Cosplayer", nach Manga-Vorbildern verkleidete Menschen, geprägt.

 
ALBUM: So ereignisreich war das Buchmessewochenende
 
ALBUM: Cosplayer trafen sich in Leipzig
 
 
 

Bundesbehörde für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR

Dittrichring 24

Die Leipziger Außenstelle der Behörde ist in dem Gebäude angesiedelt, in dem zu DDR-Zeiten die Bezirksverwaltung für Staatssicherheit saß. Sie erschließt, verwahrt und zeigt Hinterlassenschaften der Stasi, bearbeitet Akteneinsichts- und Forschungsanträge. Im Eingangsbereich können Anträge auf Akteneinsicht gestellt werden. Zudem beherbergt sie auch Dauer- und Sonderausstellungen, welche die nahezu lückenlose Überwachungs- Manipulations- und Verfolgungsmaschinerie der SED-Diktatur zeigen.
 
 
 

Bundesverwaltungsgericht

Simonplatz 1

Das ehemalige Reichsgericht wurde 1888-95 nach Entwürfen von Peter Dybwad und Ludwig Hoffmann errichtet. Es gehört neben dem Reichstag in Berlin und der Ruhmeshalle in Görlitz zu den durch eine Kuppel charak- terisierten Monumentalbauten des Wilhelminischen Kaiserreiches. Das Gebäude verdankt seine noble Wirkung der Anwendung klassischer Architek- turprinzipien bei gleichzeitiger Beschränkung in den bauplastischen Details. Die Zentralkuppel über der Halle wird von der Figur der Wahrheit gekrönt.

Hier fand 1933 der sogenannte „Reichstagsbrandprozess“ statt, in dem der bulgarische Kommunist Georgi Dimitroff das Naziregime vor den Augen der Öffentlichkeit bloßstellte.
Das Bundesverwaltungsgericht wurde 1953 in Berlin gegründet und 2000 nach Leipzig in das Gebäude des ehemaligen Reichsgerichts verlegt. Als oberste Instanz der dreistufigen Verwaltungsgerichtsbarkeit der Bundesrepublik ist es zuständig für öffentlich rechtliche Streitigkeiten. 2001 erfolgte die Eröffnung des Pleißemühlgrabens vor dem Gebäude und nachts wird der Uferrand von leuchtenden Stelen optisch wirkungsvoll begleitet.
 
 
 

Buntgarnwerke

Nonnenstraße 17-21 mit Übergang zur Hohlbeinstraße

Durch die von Karl Heine geschaffene Kanalverbindung zwischen Elster und Saale und die Verbindung zum neuen Verkehrsmittel Eisenbahn, bot er den künftigen Betrieben optimale Handelswege. Er entwickelte das erste plan- mäßige Industrierevier in Deutschland und tätigte damit Pionierarbeit. Die Betriebe prosperierten und expandierten schnell und so entstand der größte Fabrikkomplex in Plagwitz, die Buntgarnwerke.

Das unverwechselbare Gebäude entstand zwischen 1887-95 nach den Plänen der Architekten Ottomar Jummel und Pfeiffer & Händel. Schon der erste Eindruck vermittelt den Prunk und das Prestige des damaligen Industrie- palastes. Der 250m lange Bau wird gegliedert durch zwei von chinoisierenden Dächern gekrönten Türmen. Hohen Wiedererkennungswert hat die rot-weiße Klinkerfassade. Ebenso bestimmend ist die zweigeschossige Brücke aus Glas und Eisen, welche die Gebäude auf beiden Seiten der weißen Elster verbindet. Heute kann man in den Buntgarnwerken in einem Loft wohnen.
 
VIDEO: Gute Reise Leipzig
 
 
 

Deutsches Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek

Deutscher Platz 1

Das Deutsche Buch- und Schriftmuseum versteht sich als wissenschaftliche Dokumentationsstätte für die Buch- und Medienkultur sowie als Ausstellungs- und Erlebnisort für Jung und Alt. 1884 gegründet, gilt das Museum als ältestes Fachmuseum seiner Art weltweit.

Eine umfangreiche und heterogene historische Sammlung ermöglicht eine komplexe und interdisziplinäre Herangehensweise an buchgeschichtlichen Fragestellungen. Im Bestand befinden sich viele seltene und wertvolle Exemplare. Dazu zählt unter anderem ein Zauberzettel von 770, der als ältester erhaltener Beleg für japanisches Papier und zugleich als ältester (Block)-Druck der Welt gilt. Auch das Unikat einer illustrierten niederlän- dischen Buchhändleranzeige zur „Historica van Melusine“ aus der Inkunabel- zeit von 1491 sowie das berühmte Blumenbuch der Maria Sibylla Merian aus dem Jahr 1680 werden präsentiert.

Die Entwicklung von Buch, Schrift und Papier im kultur- und mediengeschicht- lichen Kontext bildet die zentrale Themenstellung des Museums.
 
 
 

Gasthaus Barthels Hof

Hainstraße 1

Seit 1890 existiert das Gasthaus, das seine Gäste mit originellen, frischen und regionalen Gerichten sowie mit Leipziger Spezialitäten wie Gose, Allasch und Leipziger Allerlei verwöhnt. Den Gästen stehen verschiedene Räumlichkeiten zur Verfügung: Die Schänke mit historischem Deckengewölbe, die Speisestube, das Zechgewölbe und der Freisitz im Innenhof.
 
ALBUM: Frischer Wind im Gasthaus Barthels Hof
 
 
 

Großer Blumenberg

Richard-Wagner-Platz 1

Seinen Namen erhielt das Haus durch seinen Betreiber Tiburtius Blum(en)berg, der es im 16. Jh. als Gasthof betrieb. Von 1826-32 wurde das Gebäude ver- mutlich durch den Leipziger Architekten Albert Geutebrück klassizistisch um- gebaut und erweitert. Das alte in Fachwerk aufgeführte Hinterhaus blieb er- halten und wird heute gastronomisch genutzt. Eine Akzentuierung der ruhig und beherrscht wirkenden Fassade erfolgt durch sparsame Fensterbedach- ungen und einen Mittelrisalit, der in einem flachen Dreieckgiebel endet.

1963/64 wurde das Haus denkmalpflegerisch instand gesetzt und erhielt dabei einen vergleichsweise farbintensiven Anstrich, der ihm zeitweilig den Beinamen "Apfelsine" einbrachte. Dieser Anstrich entsprach jedoch eher der originalen Farbgebung als der, bei der letzten Renovierung im Jahr 1995 verwendete, helle Farbton.
Im klassizistischen Haus errichtete Caroline Neuber 1727 ein festes Theater für ihre „Hof-Comödianten“. Auch Friedrich Nietzsche genoss den Aufenthalt im Großen Blumenberg und kehrte während seines ersten Studienjahres in Leipzig (1865) gern zum Mittag ein.